Ansturm auf Kooperationsbörse der Zulieferindustrie

Zeit für Fachgespräche in allen Gängen der Silberlandhalle.
Foto: WFE

Kooperationsbörse lockt Fachpublikum an

Annaberg-Buchholz. 123 Unternehmen präsentierten sich am 11. Oktober mit ihren Produkten, Dienstleistungen und technischem Knowhow als Aussteller auf der Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge in Annaberg-Buchholz, die inzwischen zum 12. Mal an jährlich wechselnden Standorten stattfand. Die sachsenweit einzigartige Netzwerkplattform war erneut Schauplatz für die Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Vielfalt des Wirtschaftsstandortes Erzgebirge und bis zum letzten Platz ausgebucht. Mehr als insgesamt 800 Unternehmensvertreter –Aussteller und Fachbesucher – nutzten die Gelegenheit, um in der Silberlandhalle mit Profis u.a. aus den Bereichen Konstruktion, Maschinen- und Formenbau, Kunststoffverarbeitung, Elektronik und Metallverarbeitung ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden zum großen Teil Fachleute aus Regionen außerhalb des Erzgebirges als Gäste begrüßt. Erstmals bereicherten in diesem Jahr zudem zwei Fachforen im Foyer der Silberlandhalle das rege Messegeschehen rund um Innovationen und konkrete Marketingprojekte.

Effektive Tagesmesse zum Informieren – Kontaktieren – Kooperieren seit 12 Jahren etabliert

Minimaler Aufwand vor der Messe für die Aussteller und früchtetragende Gespräche unter Experten am Tag der Veranstaltung bilden das Fundament des Erfolges der Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge, deren Zuspruch in all den Jahren ungebrochen ist. Wie wichtig die Netzwerkarbeit in der kleinteiligen, breit aufgestellten Wirtschaftsstruktur der Region Erzgebirge ist, unterstrich Dr. Steffen Leischnig, Mitglied der Vollversammlung der IHK Chemnitz sowie des Wirtschaftsbeirates Erzgebirge, zur Eröffnung: „Kooperieren heißt auch gemeinsam wirken, um einen Mehrwert zu schaffen sowie Lösungen zu generieren, die nicht nur den Umsatz sondern auch den Ertrag steigern. Die Kooperationsbörse ist das ideale Podium für den ersten Schritt hin zu beständigen Kooperationen, die auf Vertrauensbasis über längere Zeit aufgebaut werden. Nutzen Sie die nächsten Wochen, um die hier begonnenen Ideen zu verwirklichen und somit eine Region wirtschaftlich zu stärken, in die auch Fachkräfte gerne ziehen.“ Kennzahlen wie die zweithöchste Industriedichte Sachsens mit 104 Industriebeschäftigten je 1000 Einwohner, die gestiegene Exportquote und konstant niedrige Arbeitslosenzahlen belegen die Wirtschaftskraft des Erzgebirges. Gleichzeitig beweist die Teilnahme vieler überregionaler Aussteller aus Chemnitz, Zwickau und Mittelsachsen, dass die Veranstaltung über die Landkreisgrenze hinaus den Ruf als idealen Ort zum geschäftlichen Austausch genießt.

Fachforen als neues Dienstleistungsangebot im Rahmenprogramm

Parallel zum Messegeschehen fanden in diesem Jahr in entspannter Atmosphäre zwei Fachforen unter den Schwerpunkten Technologie und Marketing statt, die von den Besuchern sehr positiv aufgegriffen wurden. „Mit diesem neuen Angebot wollen wir spezielle Dienstleistungen regionaler Partner noch weiter herausstellen. Fachleute – unter anderem vom Branchenverband Kultur- und Kreativwirtschaft Erzgebirge – referieren über aktuelle Themen, die branchenübergreifend fast alle Unternehmer tangieren. Davon sollen auf unkomplizierte Weise Besucher als auch die Aussteller profitieren“, erklärte Jan Kammerl, Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftsservice der WFE GmbH.

Die Veranstaltung in Zusammenarbeit von der IHK Chemnitz Regionalkammer Erzgebirge, dem Erzgebirgskreis, der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH und dem Regionalmanagement Erzgebirge soll auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Veranstaltungsort wird voraussichtlich Stollberg sein.

Aussteller-Stimmen von der Kooperationsbörse Zulieferindustrie Erzgebirge 2017:

Matthias Gehmlich, AM Metals GmbH, Halsbrücke:
„Wir sind als junges Unternehmen dieses Jahr zum ersten Mal dabei und begeistert, wie viele Gespräche wir allein in den ersten beiden Stunden geführt haben. Hier trifft sich sowohl zeitlich als auch räumlich konzentriert ein gesamtes Fachpublikum. Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder.“
www.am-metals.de

Dr.-Ing. Sebastian Ortmann, Geschäftsführer Technik, ICM Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V.:
„Wir haben hier in den letzten Jahren viele Kontakte generiert, die uns bis heute nachhaltig sind. Dabei ist der organisatorische Aufwand für uns gering. Ein Pluspunkt ist auch, dass aufgrund der regionalen Nähe Kooperationen mit kurzen Wegen entstehen.“
www.ism-chemnitz.de

Henning Schlüter, Geschäftsführer Osteks GmbH, Elterlein:
„Wir bauen unser Unternehmen in der Region erst auf, auch wenn wir seit 25 Jahren Bezug zum Erzgebirge haben. Ich bin beeindruckt, was für ein starkes Netzwerk sich hier präsentiert. Für uns als Beschichter im Zulieferbereich ist das hier die ideale Plattform.“
www.osteks.de
Dr. Steffen Leischnig, LSA GmbH, Wolkenstein OT Hilmersdorf:
„Seit Jahren ist die Kooperationsbörse das optimale Format für uns, wenn es um die Pflege von Partnerschaften und den Neuaufbau von Kontakten geht. Ideal ist die Effektivität von einem Tag. Und ganz ehrlich: Das hier ist die Messe im Jahreskalender, auf die wir uns immer richtig freuen.“
www.lsa-gmbh.de

Jana Steeger, Geschäftsführerin Steeger GmbH Metallverarbeitung:
„Vor drei Jahren waren wir zum ersten Mal dabei und von Beginn an vom Interesse an unserer Firma überrascht. Seitdem sind Verbindungen entstanden, die bis heute bestehen. Gefragt sind wir vor allem im Bereich der Herstellung von Einzelteilen und Kleinserien. Die Nachfrage an dieser Nische zeichnet sich besonders ab.“
www.steeger-metall.de

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