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650 Menschen beteiligten sich am Schweigemarsch für das Leben. Foto: André Kaiser

650 Menschen beteiligten sich am Schweigemarsch für das Leben.
Foto: André Kaiser

 

Schweigemarsch: Vermummung und Pyrotechnik

Annaberg-Buchholz. Hunderte Demonstranten beteiligen sich am frühen Abend des 6. Juni am “Schweigemarsch für das Leben”, laufen vom Erzgebirgsklinikum via Wolkensteiner Straße zum Mark. Gegen die Ziele des Schweigemarsches gab es am Rande eine Protestdemonstration unter dem Motto “Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen”!

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Schweigemarsch mit Polizeischutz

Eine Konstellation, die ein starkes Polizeiaufgebot notwendig macht. Die Lage wird von den Beamten so eingeschätzt:

Am 6. Juni 2016 sicherten Beamte der Polizeidirektion Chemnitz mit Unterstützungskräften der Sächsischen Bereitschaftspolizei und der Polizeidirektion Zwickau das Versammlungsgeschehen im Stadtgebiet ab.
Einer der Aufzüge, Lebensrecht Sachsen e.V., begann gegen 18 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf einem Parkplatz an der Chemnitzer Straße und endete gegen 19.35 Uhr mit einer Abschlusskundgebung auf dem Unteren Kirchplatz. Laut Veranstalter nahmen daran ca. 650 Personen teil.
Ein zweiter Aufzug, Pro Choice Sachsen, startete gegen 17.30 Uhr mit einer Kundgebung in der Geyersdorfer Straße und endete nach einem Aufzug durchs Stadtgebiet gegen 21
Uhr wieder am Ausgangsort. Insgesamt etwa 400 Teilnehmer hatte diese Versammlung laut Versammlungsleiter.
Wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt die Polizei nun gegen einen der Versammlungsteilnehmer, der vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde. Der Tatverdächtige hatte Pyrotechnik in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten geworfen. Desweiteren wurden vier Ordnungswidrigkeiten, darunter wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz (Vermummungsverbot), angezeigt.
Gegen 18.20 Uhr hatten mehrere Personen im Bereich der Adam-Ries-Straße/Ernst-Schwertner-Straße versucht, zur Aufzugsstrecke des Lebensrecht Sachsen e.V. zu gelangen. Dies wurde durch Polizeikräfte verhindert. Nach einer Identitätsfeststellung von 25 Personen, wurden diese vor Ort aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Während der Aufzüge kam es zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Aufzugsstrecken. Die Polizei war mit reichlich 300 Beamten im Einsatz.

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