NINERS zittern sich gegen Ulm zum Sieg

Die Fans in der Hartmannhölle erlebten zwar kein hochklassiges, aber zumindest ein spannendes Spiel. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Für die NINERS Chemnitz war die Partie heute gegen Orange Academy nicht einfach nur ein Basketballspiel. Es ging vor allem darum, in welche Richtung sich die Saison entwickeln würde. Alles andere als zufriedenstellend war die Bilanz im Vorfeld: In acht bisherigen Saisonspielen gingen die Chemnitzer fünf Mal als Verlierer vom Platz. Nur drei Mal konnten die Fans einen Sieg bejubeln.

Eine Art Neustart-Modus hatte sich das Team für heute selbst auferlegt. Die Unterstützung der Fans war den NINERS in der heimischen Hartmannhalle gewiss. Es ging allerdings alles andere als gut. Ein vergebener Wurf, Gegenpunkte, ein geblockter Wurf und nach wenigen Sekunden lagen die Niners 0:4 hinten. Doch ein 3er von Brad Tinsley brachte die NINERS wieder ran.

Doch auch wenn die NINERS mit einer 5-Punkte-Führung das erste Viertel abschlossen, zeigte sich doch, dass dem jüngsten Team der Liga aus Ulm zu häufig zweiter oder gar dritte Chancen eingeräumt wurden. Fast vier Minuten vergingen im zweiten Viertel, bevor überhaupt die ersten Punkte fielen – zum Missfallen der Chemnitzer Fans aber dann für Orange Academy. Zum Glück für die NINERS war die Wurfquote des Gegners ähnlich desolat wie die eigene.

Fünf Minuten vor der Halbzeitpause schien der Knote bei den NINERS endlich zu platzen. Punkte von Brad Tinsley und Daniel Mixich brachten das Heimteam mit 24:14 in Führung. Mit 31:27 ging es in die Halbzeitpause.

Auch im dritten Viertel lebte die Partie allein von der Spannung. Qualitativ konnte keine Mannschaft mit ihrer Leistung zufrieden sein – allen voran die NINERS, die es hier immerhin mit einem Aufsteiger zu tun hatten. Gerade mal 48 Punkte gelang dem Team von Trainer Rodrigo Pastore in drei Vierteln. Die Ulmer hatten 43 Zähler auf dem Konto.

Im letzten Viertel schien der Knoten zu platzen. Drei Dreier brachten die Halle mit 2112 Zuschauern zum Kochen. Doch der Zauber war schnell wieder verloren. Die NINERS führten immer knapp, doch sicher war der Sieg zu keinem Zeitpunkt. Am Ende zitterten sich die Gastgeber aber zu einem 72:67-Sieg. Bester Chemnitzer Werfer war Brad Tinsley mit 15 Zählern.

Erstmals wurde aus der Hartmannhalle die Partie im Livestream übertragen.

Gewonnen ist gewonnen – egal ob nun durch schönen Basketball oder einen unansehnlichen Arbeitssieg. Doch um den eigenen Ansprüchen in Liga 2 gerecht zu werden, müssen die NINERS in den nächsten Spielen eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Ein gutes Viertel ist deutlich zu wenig.

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