Technisches Museum „Wasserwerk Annaberg“ geschlossen

Foto: Stadtwerke Annaberg-Buchholz/ M. Päßler

Annaberg-Buchholz/ Königswalde. Die Wasserkraftanlage „Brettmühe“ am Pöhlbach in Königswalde ist seit August dieses Jahres außer Betrieb. Ursache ist ein kleiner Schaden am Betriebsgraben. Dieser könnte mit geringem Aufwand repariert werden, von den zuständigen Behörden wurde dies allerdings untersagt. In diesem Jahr kann die Reparatur nun nicht mehr ausgeführt werden. Derzeit ist auch nicht absehbar, wann die Wasserkraftanlage wieder in Betrieb genommen werden kann.

Vor diesem Hintergrund wurde der Entschluss gefasst, das Technische Museum „Wasserwerk Annaberg“ vorübergehend zu schließen. Dazu erklären die Stadtwerke Annaberg-Buchholz: „Die moderne Wasserkraftanlage ist integraler Bestandteil des Wasserwerks, auch als Wasserhebewerk bekannt. Wir möchten in unserem Museum natürlich Geschichte zeigen, aber ebenso den Bogen hin zur zeitgemäßen Stromerzeugung aus Wasserkraft spannen, gerade in der Zeit der Energiewende. Aufgrund fehlender Einnahmen aus dem Betrieb der Wasserkraftanlage ist es derzeit nicht möglich, die Kosten für den Museumsbetrieb zu decken. Sollte die Wasserkraftanlage wieder dauerhaft in Betrieb gehen, werden wir auch das Museum wieder öffnen. Wir werden das Landesamt für Denkmalpflege darüber informieren müssen, da das Wasserwerk Annaberg über die Grenzen des Erzgebirgskreises hinaus bekannt ist.“

Das Wasserwerk Annaberg ist als Technisches Denkmal gelistet und wird vor allem von Gruppen aus Oberschulen, Gymnasien, Berufsschulen, Fach- und Fachoberschulen sowie Universitäten häufig besucht. Zu bestimmten Anlässen sowie alljährlich zum Tag des offenen Denkmals war das Museum für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich, was stets gut angenommen wurde.

PM

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