Uran im Polizeirevier Eibenstock

Großeinsatz in Eibenstock nach einem Uranfund im Polizeirevier. Beteiligte Einsatzkräfte mussten auf STrahlung untersucht werden. Fotos: Daniel Unger

Großeinsatz in Eibenstock nach einem Uranfund im Polizeirevier. Beteiligte Einsatzkräfte mussten auf Strahlung untersucht werden. Fotos: Daniel Unger

Eibenstock. Nach einem Uranfund im Polizeirevier Eibenstock kam es am heutigen Nachmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehren, Polizei und Rettungskräften. Der 1. Gefahrgutzug des Erzgebirges mit Kameraden der Feuerwehren aus Eibenstock, Schönheide, Beierfeld und Grünhain musste anrücken.

Doch wie war das Uran überhaupt ins Polizeirevier gelangt? Pilzsammler hatten am Nachmittag in einem Wald einen kleinen Eimer gefunden und diesen geöffnet. In diesem befand sich ein Pellet mit der Aufschrift “Uran”. Unschlüssig wie mit dem Fund zu verfahren ist, wanden sie sich zunächst ans Forstamt. Da dieses auch nichts mit dem Eimer anzufangen wusste, begab sich die Gruppe gemeinsam zur Polizei. Diese rief eine Feuerwehr zur Prüfung des Fundes hinzu. Dort dann die Erkenntnis: Das Material strahlt. Somit musste der 1. Gefahrgutzug des Erzgebirges zum ABC-Einsatz anrücken, um genauere Messungen vorzunehmen.

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Der Kirchplatz wurde in der Zwischenzeit weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehr untersuchte sowohl die Pilzsammler als auch die ersten Feuerwehrleute vor Ort auf Strahlung. Außerdem wurden alle Beteiligten medizinisch untersucht. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Polizei und Rettungskräften vor Ort.

Der Uranfund muss nun von einer Fachfirma entsorgt werden.

Update: Polizeibericht vom 14.7.:

Drei Pilzsammler (2 x 28, 29) fanden am Mittwoch in einem Carlsfelder Waldgebiet nahe der Straße Wilzschmühle einen roten Plastikbehälter. In diesem befand sich ein weiterer Behälter, vermutlich aus Blei, mit dem Aufdruck „Uran“. Die Pilzsammler zeigten den Behälter einem Forstarbeiter (29). Zusammen brachte man den Behälter gegen 16.15 Uhr mit einem Pkw zum Polizeistandort Eibenstock in die Schönheider Straße. Polizeibeamte alarmierten umgehend die Feuerwehr. Zirka 50 Kameraden umliegender Wehren rückten daraufhin zum Gefahrguteinsatz an und sperrten den Bereich ab. Durchgeführte Messungen der Feuerwehr ergaben, dass von dem Behälter Strahlung ausgeht, deren Konzentration nach erster Einschätzung jedoch nicht gesundheitsschädlich ist. Vorsorglich wurden die vier Männer, welche ungeschützt Kontakt mit dem Behälter hatten, von Rettungskräften vor Ort versorgt. Der Behälter wurde im Polizeistandort sichergestellt und soll heute im Laufe des Tages durch eine Spezialfirma abgeholt und letztlich entsorgt werden. Ob es sich tatsächlich um Uran handelt, muss untersucht werden. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangsmit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen Stoffen und Gütern.

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