100 Bürger diskutieren über weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells

Mehr als 100 Teilnehmer wohnten dem Bürgerdialog innerhalb des Chemnitz Centers bei. Fotos (2): Judith Hauße

Röhrsdorf. Wie soll es künftig weitergehen mit dem Ausbau des Chemnitzer Modells? Unter dieser Frage diskutierten am Montagnachmittag mehr als 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Chemnitz sowie der umliegenden Ortschaften beim Bürgerdialog innerhalb des Chemnitz Centers. Dabei hatten sie außerdem die Möglichkeit, mit Vertetern der verantwortlichen Verkehrsbetriebe, Wirtschaftsunternehmen und der Stadt Chemnitz ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand vor allem die Ausrichtung der für das Modell geplanten Hybridbahnen, die auch nach Limbach-Oberfohna führen sollen.

Für die Strecke ist eine Linienführung vom Chemnitzer Stadtgebiet über Röhrsdorf als Wendestelle sowie über Wittgensdorf bis nach Limbach-Oberfrohna vorgesehen. Für Bürger und betroffene Unternehmen, wie Siemens, Warema, Komsa oder Thyssen Krupp durchaus mit Vorteilen behaftet. So zeigten sich die Teilnehmer besonders interessiert im konkreten Ausbau der Strecke.

Während der Veranstaltung bekamen die Teilnehmer einen Einblick in den Korridorentwurf des Chemnitzer Modells Stufe 4.

So erkundigte sich beispielsweise Sascha Gründler aus Chemnitz, auf was Grundstückseigentümer beim Ausbau des Modells gefasst sein dürfen, sollte ein Teil der Streckenführung auf eines der Grundstücke verlaufen. Daraufhin betonte Michael Stötzer, Baubürgermeister der Stadt Chemnitz, man werde mit allen Betroffenen rechtzeitig Kontakt aufnehmen und diese über geplante Vorhaben und Rechte informieren.

Ebenso Dirk Gruner brannte eine ganz besondere Frage auf den Nägeln. Diese betraf vor allem die Buslinie 650 von Chemnitz nach Penig. So wollte Gruner wissen, warum die Linie nicht mehr entlang der Röhrsdorf-Allee, vorbei am Siemens Werk, fährt, sondern inzwischen über die Leipziger Straße führt. Dies liege vor allem auch für viele Mitarbeiter von Siemens in großem Interesse, sagt Gruner. “Besonders in den Morgen- und Abendstunden steigen sie an der Haltestelle “Wasserschänkenstr.” aus und laufen zumeist im Dunkeln die B95 entlang obwohl sie mit der  vorherigen Linienführung eigentlich direkt vor ihrer Arbeitsstelle aussteigen konnten.”

Als jetzige Alternative nannte er die Buslinie 96 von Chemnitz nach Wittgensdorf. Diese fahre jedoch zu keinem für Schichtarbeiter realisierbaren Zeitpunkt. Schließlich sei die Linie auch nicht die beste Alternative für betroffene Mitarbeiter, wie VMS-Gechäftsführer Harald Neuhaus hinzufügte. Dem entgegnete Arne Luhmann, Fachabteilungsleiter der Siemens-AG, dass das Unternehmen selbst erst recht spät von der Streckenänderung erfahren habe. Zudem laufen derzeit noch umfangreiche Lösungsgespräche mit unter anderen den verantwortlichen Verkehrsbetrieben.

 

Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar