Schüler kämpfen mit Yak -Schädel

Yak

Schüler der Arbeitsgemeinschaft Biologie präparierten mit AG-Leiterin Brigitte Bergmann den Yak – Schädel. Foto: Karina Kartach

Aue. Nach den Winterferien soll der von 15 Schülern der Arbeitsgemeinschaft Biologie in vielen Stunden präparierte Yak-Schädel im Schulhaus des Clemens-Winkler-Gymnasiums einen würdigen Platz finden. „Die Idee stammt von der Fleischerei Häußler aus Lößnitz, die uns seit Jahrzehnten mit Material für unsere Präparate, wie Gelenke, Wirbelsäulen, einem Kuhschädel oder Augen unterstützt“, erklärt AG-Leiterin Brigitte Bergmann. Yaks, auch Grunzochsen genannt, sind seltene Tiere und normalerweise im Hochland von Tibet beheimatet. „Der 11-jährige Bulle stammt aus der Herde eines Hobbylandwirts aus Breitenbrunn und ist von einem Jäger geschossen worden“, sagt Fleischermeister Robert Häußler.

 

Wie wurde der Yak – Schädel präpariert?

Das Präparieren erwies sich für die Fünft- bis Neuntklässler als unerwartet große Herausforderung. Denn nachdem das Fell abgeschnitten und der Kopf zwei Stunden lang in einem Riesenkessel in der Fleischerei gekocht und entfettet worden war, wurde deutlich, dass der Schädel zwei Einschüsse aufwies. Das geronnene Blut hatte sämtliche kleinste Gänge und Röhren verstopft und die Schädelknochen rot gefärbt. Zuerst versuchten die Schüler das Säubern mit Nadeln und Draht. Aber diese Sisyphusarbeit brachte nicht das gewünschte Ergebnis. „Unserem ehemaligen Bio-Lehrer Klaus Günther kam der rettende Einfall. In seinem Garten in Lößnitz wurde der Kopf ein halbes Jahr eingegraben und so von Mikroorganismen gesäubert“, erzählt Brigitte Bergmann. Doch nun waren die Knochen von der Erde braun gefärbt und mussten mit Wasserstoffperoxid gebleicht werden. Um die Hörner zu schützen, umwickelten sie die Schüler mit einer mehrfachen Schutzummantelung. „Trotzdem verloren sie die Farbe. Also haben wir mit schwarzer Schuhcreme die Hörner wieder aufpoliert“, erklären Silja Schwitzky und Lilly Heymann aus Klasse sechs.

 

Zuletzt kamen die Zähne dran

Für die Haltbarmachung mussten sämtliche Zähne gezogen und die Zahntaschen gesäubert werden. „Das Einsetzen der Zähne in Ober- und Unterkiefer war nicht leicht, weil sie durcheinander geraten waren“, verrät Niklas Roth. Doch nicht nur praktisch wurde gearbeitet. „Wir haben viel Interessantes gelernt. Yaks sind wertvolle Last- und Reittiere sowie Milch-, Woll- und Fleischlieferanten“, sagt Lea Sandow. kka

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