16 neue Stolpersteine erinnern in Chemnitz an NS-Opfer

Zur Auftaktveranstaltung am Montag waren etwa 100 Gäste gekommen, darunter auch eine Klasse des Georgius-Agricola-Gymnasiums. Fotos: Judith Hauße

Sie sind inzwischen fast überall in Chemnitz zu finden, ein mancher ist mit Sicherheit bereits auch schon über sie „gestolpert“: In den Boden eingelassene, quaderförmige Steine mit einer Messingplatte erinnern seit nunmehr 2007 an Menschen, die in Chemnitz gelebt und gearbeitet haben und später unter der Verfolgung des NS-Regimes gelitten haben oder ermordet wurden. Der Kölner Künstler und Initiator, Gunter Demnig nennt sie Stolpersteine.

Doch nicht im wahrsten Sinne. Ziel der aus Messing ins Trottoir eingelassenen Steine ist es, dass die Menschen vielmehr gedanklich über sie stolpern. ‚Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist‘, zitiert Gunter Demnig den Talmud.

Am Montagmorgen, einen Tag nach der Attacke auf einen jüdischen Studenten in Hamburg sowie ein Jahr nach dem grausamen Attentat in Halle wurden 16 neue Stolpersteine in Chemnitz verlegt. Damit erhöht sich die Zahl der Stolpersteine in der Stadt auf 232.

Die Patenschaft für den ersten Stolperstein (Theaterstraße) am Montag, der an Heinrich Guttmann erinnert, hat eine Schulklasse des Georgius-Agricola-Gymnasiums übernommen.

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