25 Jahre „Schwarze Grütze“ – Kabarettduo zu Gast in Chemnitz

Das Duo „Schwarze Grütze“ begeht sein 25. Bühnenjubiläum.
Foto: Thomas Bartilla

Schon immer war es ein Markenzeichen der „Schwarzen Grütze“, fein geschliffenen Wortwitz mit musikalischem Können zu verbinden, und ihre bitterbösen gesellschaftlichen Seitenhiebe virtuos mit dem reinen Spaß an der Sprache zu würzen. Es macht sich eben bezahlt, dass Dirk Pursche und Stefan Klucke nie dem tagespolitischen Kleingeist hinterhergehechelt sind. Die Beiden hatten schon immer den Blick für das Große im Kleinen, und sind der beste Beweis dafür, dass Gesellschaftskritik auch ohne Politiker-Bashing auskommt.
Die Nummern des Duos haben über die Jahre nichts an Frische verloren – ganz im Gegenteil, wie das Duo im Interview vor seinen kommenden Auftritt am 24. November, 18 Uhr im Kabarettkeller in Chemnitz verrät.

Ihr seid schon seit 25 Jahren auf den unterschiedlichsten Bühnen zusammen unterwegs. Herzlichen Glückwunsch zur Silberhochzeit! Wie habt ihr euch kennen gelernt und wie kam es zur Gründung der „Schwarzen Grütze“?
Dankeschön für die Glückwünsche. In dieser schnelllebigen Zeit sind 25 Jahre tatsächlich eine kleine Ewigkeit.
Wir lernten uns beim Musikstudium kennen. Am Anfang haben wir an der Uni Kindermusiktheater gespielt, in einer Swing-Band musiziert und vor allem auch eine Rockband gehabt, für die wir schon damals die Lieder schrieben. Als wir die Lieder dann mal zu zweit ohne die Band gespielt haben, wurde plötzlich im Publikum gelacht, weil so die Texte besser zur Geltung kamen. Daraus wurde dann im Laufe der Zeit unsere ziemlich eigene Form des Musikkabaretts.

Als eingespieltes Team kennt ihr euch ja mittlerweile in und auswendig. Woher bekommt ihr immer wieder neue Inspiration und Input?
Die Zeit heut ist ziemlich aufgeladen. Da fehlt es nicht an Inspiration und Input. Reizvoll ist dabei eine Form zu finden, die gesellschaftliche Themen treffend und lustig aufbereitet.
Dabei ist es uns wichtig keinen Kabarett-Populismus oder Politikerbashing zu betreiben. Einen belehrenden Zeigefinger halten wir nicht in die Höhe, das geht ja auch gar nicht, wir benötigen ihn ja zum Gitarre spielen. Uns interessiert mehr der alltägliche Wahnsinn.

Zu eurem Jubiläum stellt sich natürlich die Frage: Welcher Auftritt ist euch in all den Jahren im Gedächtnis geblieben und warum?
Wir hatten in diesen 25 Jahren sehr viele und auch sehr viele schöne Auftritte und jeder Abend ist uns wichtig.
Komischerweise erinnert man sich am meisten an jene Konzerte, bei denen etwas schief ging. Zum Beispiel als Stefans Gitarre beim ersten Lied auf dem Steinboden zerschellte. Oder an den Auftritt bei dem sich Dirk bei einem Sprung von einer 10 cm hohen Bühne den Meniskus einriss. Oder an die Episode, bei der Stefan in ein Weinglas trat und die nächsten Konzerte im Rollstuhl spielen musste.
Ganz zu Schweigen von der Reise in die Schweiz, bei der Dirk eine Parkhaus-Schranke auf den Kopf bekam und mit einem Kopfverband auftreten musste.

Worauf darf man sich bei eurem Auftritt am 24.11. in Chemnitz besonders freuen?
Wir präsentieren unseren Lieblingsliederabend: „DAS BESTESTE aus 25 Jahren Bühnenunwesen“, es gibt also ein Wiederentdecken unserer schwärzesten und lustigsten Lieder. Diese Abende machen uns und auch dem Publikum immer besonders viel Spaß.
Da wird viel gelacht und von den Gästen auch schon mal mitgesungen, letztens stand sogar plötzlich ein 11-jähriger Junge auf der Bühne und konnte ein sehr wortverspieltes Lied von uns komplett auswendig, da waren wir Baff und die Leute haben getobt. Mal sehen, was in Chemnitz außergewöhnliches geschieht, wir sind schon vorfreudig gespannt.

Unter www.wochenendspiegel.de verlosen wir 2×2 Freikarten für das Gastspiel der „Schwarzen Grütze“ im Kabarettkeller Chemnitz am 24. November, 18 Uhr.

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