3:1 in Regensburg – Klassenerhalt eingetütet

Dreimal dürfen die Veilchen in Regensburg jubeln. Foto: Alexander Gerber

Mit einem 3:1 holten die Veilchen die fehlenden drei Punkte und haben damit zwei Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt eingetütet. Die Tore zu diesem hochverdienten Auswärtssieg erzielten nach dem Seitenwechsel Testroet, Nazarov und Riese, den zwischenzeitlichen Ausgleich konnte sich Adamyan gutschreiben lassen. Mit nun 39 Punkten kann das Auer Team nicht mehr von den auf den Abstiegsrängen stehenden Teams verdrängt werden.

Aue von Beginn an stark

Die Partie zeigte in der Anfangsphase eine früh angreifende Heimmannnschaft, die so versuchte unser Team zu Fehlern zu zwingen. Mit zunehmender Spielzeit befreiten sich die Veilchen aber von diesem Anfangsdruck und spielten immer frecher nach vorn.

Den ersten Torschuss des Spiels gab Iyoah ab, dessen Versuch von der Strafraumgrenze jedoch noch zu ungenau war. Aber von Minute zu Minute wurden die Möglichkeiten zwingender. Hochscheidt hätte bereits in der 12. Minute die Führung erzielen müssen. Nach einem langen Ball in den Strafraum tauchte er völlig frei vor Weis im Tor der Heimelf auf, scheiterte aber an der Klassereaktion des Schlussmannes.

Nur kurze Zeit später war es Testroet mit einem sehenswerten Fallrückzieher, der nur haarscharf am rechten Pfosten vorbeistrich (20.). Und in diesem Rythmus ging es weiter, die nächste Riesenchance vergab wiederum Hochscheidt, der klasse in einen verunglückten Rückpass sprintete, allerdings allein vor Weis mit seinem Lupfer nur über die Querlatte zielte.

Auf der anderen Seite blieb es meist bei Ansätzen, so richtig in Gefahr brachten die Gastgeber das Tor von Männel in der ersten Hälfte nicht. Damit ging es mit dem torlosen Unentschieden in die Kabinen obwohl unser Team längst hätte führen können.

Platzverweis für Regensburg

Die zweite Hälfte brachte zunächst für Gastgeber einen berechtigten Platzverweis. George holte sich innerhalb von 2 Minuten mit völlig übermotivierten Fouls die Gelb-Rote Karte ab (50.).

Der Freistoss, der aus dem zweiten Foul resultierte, brachte nicht nur den Platzverweis für Regensburg, es fiel auch der vom zahlreichen Veilchenanhang umjubelte Führungstreffer für die Auer. Riese schlug die Kugel von der linken Seite in den Strafraum, wo Breitkreuz mit dem Kopf in den Fünfer zurück legte. Dort lauerte Testroet und schob den Ball aus 4m in die Maschen (52.).

Leider hielt die Führung nicht lange, nur vier Minuten später erzielte Adamyan nach einem Solo im Auer Strafraum aus rund 8 Metern den Ausgleich (56.). Doch die Veilchen liessen sich dadurch nicht beirren, blieb offensiv am Drücker und zeigten, dass man hier und heute gewillt war den Sieg und damit den Klassenerhalt einzutüten.

Es war wiederum ein Fehler in der Abwehr der Regensburger, den Hochscheidt erahnte und ausnutzte. Beim anschliessenden Versuch Weis zu umspielen, riss dieser den Auer um und Schiedsrichter Müller zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Der bereits zum Wechsel bereitstehende Nazarov kam umgehend auf den Platz, Iyoha dafür vom Feld, schnappte sich die Kugel und versenkte den Ball unhaltbar im linken unteren Eck (60.). Unglaubliche Szene die man so wahrscheinlich kaum noch einmal sehen wird.

Die letzte halbe Stunde verlief dann relativ wild. Beide Teams spielten mit offenem Visier, es ging rauf und runter auf dem Platz. Regensburg versuchte mit allem was sie noch hatten den Ausgleich zu erzielen, die Veilchen spielten ihre Konter auf der anderen Seite vor dem Tor zumeist zu hektisch aus.

Riese trifft in der Nachspielzeit

Als der vierte Offizielle die vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, erzwang die Erzgebirger die endgültige Entscheidung. Krüger sicherte einen langen Ball nach vorn in der Hälfte der Gastgeber, narrte zwei Gegenspieler und spielte so Riese an der Strafraumgrenze frei. Dieser nahm den Querpass und schob die Kugel, von Weis noch mit den Fingerspitzen berührt, in die rechte Torecke (90.+1).

Der Rest versank dann im Jubel, die über 3.000 mitgereisten Fans feierten lautstark den damit feststehenden Klassenerhalt und das Team samt Betreuer und Trainerstab lagen jubelnd auf dem Rasen.

Am nächsten Sonntag kommt Greuther Fürth ins Erzgebirgsstadion, Anpfiff ist 15:30 Uhr. Vor hoffentlich vielen Fans gibt es dabei die Chance die nächsten Punkte einzufahren und damit die Saison bestmöglich in der Tabelle abzuschliessen.

Spielbericht: Robert Scholz.

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