750 Jahre Brautradition in Freiberg: „Edelkeller“ erinnert an ein Machtwort Heinrich des Erlauchten

Freiberg. Man hatte schon etwas Angst, dass nach den vielen Jubiläen der letzten Jahre es heuer keinen runden „Geburtstag“ in der Universitätsstadt zu feiern gäbe. Die Freiberger Brauhaus GmbH hat am 4. Dezember nun dieser Unsicherheit ein Ende gesetzt.

Zum Sankt-Barbara-Tag präsentierte man ein neues Keller-Bier, welches 2016 an (mindestens) 750 Jahre Freiberger Brautradition erinnern wird.

Rückblick: Nach einem „Bierkrieg“ zwischen den  mittelalterlichen Bergstädten Dippoldiswalde und Freiberg musste der damalige Markgraf Heinrich der Erlauchte ein Machtwort sprechen.

Er ließ anno 1266 festschreiben, dass auf allen hiesigen, gewinnbringenden Zechen nur noch Freibergisch Bier ausgeschenkt werden dürfe. Die Bannmeile betrug nach heutigem Maßen rund 15 Kilometer und war bis 1862(!) gültig.

Heinrichs Entscheidung war wohl Indiz, dass bereits vor 750 Jahren Bier aus Freiberg wohl mit bestem Trinkgenuss verbunden war. Das Freiberger Edelkeller wird als „ein naturbelassenes, aromatisch-frisches Kellerbier“ charakterisiert.

Das im Brauprozess eingesetzte weiche, klare Wasser aus der Quelle der Gimmlitz am Erzgebirgskamm kann direkt zum Brauen verwendet werden. Den letzten Schliff erhält das Edelkeller durch aromatisches Gerstenmalz und einer sorgsamen Würzebereitung.

Das Bier wird mit einem im Freiberger Brauhaus kultivierten Stamm untergäriger Hefe vergoren. Es reift langsam, sodass es die aromagebenden Gärungsprodukte den Charakter unterstreichen können.

Da das „Edelkeller“ nicht gefiltert wird und alle Schwebstoffe erhalten bleiben, behält es seine leichte Naturtrübe und erreicht dank der ausgeprägten Stammwürze einen Alkoholgehalt von 5,5 Volumenprozent.

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