Sachsen Classic streift 2016 Jubiläen und Musik-Veranstaltungen

Kießling. Foto: tsc

Wolfgang Kießling, Leiter der Streckensicherung. Foto: tsc

Zwickau. Zum vierzehnten Mal geht 2016 die Sachsen-Classic auf ihre „Drei-Tages-Tour“. Ausgangspunkt ist dabei erneut Zwickau. Vom 18. bis 20. August stehen dann 587 abwechslungsreiche Kilometer vor den Teilnehmern. Die Grobplanungen sind hinsichtlich Streckenführungen und Zeitabläufe abgeschlossen. Das Heft in der Hand hatte dabei bewährter Weise Wolfgang Kießling. Der Leiter Streckensicherung gibt erste Ausblicke auf die 2016er Classic.

Zwickau ist wieder Startort – aber mit neuem „Dreh- und Angelpunkt“?

Traditionsgemäß beginnt die Sachsen Classic mit der Etappe rund um Zwickau. Doch diesmal werden Start (ab 12 Uhr) und Ziel (ab 15:45 Uhr) an der Stadthalle sein.

Bereits da warten einige Neuerungen, stimmt das?

Es ist das Ziel, ständig Neues zu bieten und Altbewährtes wieder einzubauen. So werden diesmal die Motorräder erst am dritten Tag ins Geschehen eingreifen. Zudem ist es Anliegen, örtliche Gegebenheiten einzubeziehen.

Deshalb könnte der erste Tag auch „Jubiläums-Etappe“ heißen?

Im weitesten Sinne ja. So gibt es Besuche im Rahmen der 700-Jahr-Feier von Mülsen St. Niclas am dortigen Heimatmuseum, des 30jährigen Bestehens des Bergbaumuseums in Oelsnitz, in Vorbereitung des 25. Tages der Sachsen in Limbach-Oberfrohna, anlässlich 15 Jahre Sächsisches Nutzfahrzeugmuseum in Hartmannsdorf und des 20jährigen ersten Starts eines Charterflugs auf dem Airport Leipzig-Altenburg.

Eine Teilstrecke führt auch wieder in die Tschechei – warum?

Die Marke Skoda ist aus dem Teilnehmerfeld nicht weg zu denken. Außerdem bietet der Erzgebirgskamm jenseits sehr reizvolle Landschaften, die ja auch ein Trumpf der Sachsen Classic sind.

Und das Vogtland spielt 2016 eine besondere Rolle, ja?

Ja, das sächsische Vogtland bestimmt den Ausgang des zweiten Tagesabschnittes als auch die ersten Kilometer an Tag drei. Dabei kommt Bad Elster die Ehre zu, ebenfalls wie Zwickau Ziel- und Start-Ort zu sein.

Gibt es auf den vogtländischen Abschnitten neben schöner Landschaft auch etwas Sportliches?

Auf die Teilnehmer warten die Vogtland-Arena und zweimal der Schwander Berg, der durch das deutschlandweite SR-Treffen bekannt ist.

Sind´s am ersten Tag Jubiläen, hat der zweite und dritte Tag auch ein Motto?

Wie es der Zufall will (er lächelt), ist es die Musik. Eigentlich beginnt dies bereits mit dem Stadtfest in Zwickau. In Bad Elster stehen an diesem August-Wochenende die 13. Internationalen Jazztage an, ein Open air-Jazz- und Swing-Konzert in Pausa sowie im Ziel der 14. Sachsen Classic in Chemnitz die Swing- und Jazz-Tage.

Auf was kann sich das Teilnehmerfeld am letzten Tag besonders freuen?

Da wird´s nochmal sportlich anspruchsvoll. Es warten auf die Crews zwei Langwertungen über 23 und 11 Kilometer, die Steile Wand in Meerane sowie wieder das von vielen gewünschte Gleichmäßigkeitsfahren auf dem Sachsenring im Rahmen des Verkehrssicherheitstages.

Alles in allem ein sehr anspruchsvolles zu bewältigendes Terrain?

Durchaus – aber die 185 Fahrer, auch die der luftgekühlten Modelle, wollen zeigen, was in der Automobil-Technik vergangener Jahre noch so alles drin steckt.

Demnach wird es eine „Sternfahrt“ mit vielen Besucher-Höhepunkten?

An allen genannten Stellen wird es sicher mehr Zuschauer geben, als anderswo. Aber die Resonanz der Teilnehmer der vergangenen Jahre belegt eindeutig: Egal wo, die Sachsen-Classic erfreut sich über die gesamte Strecke hin großen Zuspruchs.

Das trifft auch auf die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Behörden zu?

Der Großteil der Gesprächspartner hat verstanden, dass die Sachsen-Classic auch zur Vermarktung ihres Ortes einen guten Beitrag leisten kann.

Und wie immer – die Streckenverläufe sind persönlich getestet?

In der Regel drei- bis viermal mit einem Schnitt von 37 kmh, einem Oldtimer-Tempo angemessen, um auch die Richt-Zeiten so gut wie möglich vorgeben zu können.

Und auch wie immer – es bleibt während der drei Tage nur beim Zuschauen?

Natürlich würde ich gern als Teilnehmer mitfahren. Irgendwie bin ich ja auch auf Achse dabei, als Ansprechpartner bei unerwartet auftretenden Problemen. Meine Freude an der Sachsen Classic ist aber, wenn es allen Teilnehmern gefällt. Und wenn ich aktiv dabei wäre – logisch in einem Trabant (meint der einstige Rallye-Pilot und zwischen 1974 und 1988 erfolgreiche Teilnehmer an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben).

tsc

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