Ab in die Kondomschule: Erlebnisausstellung rund um Sexualität und Gesundheit eröffnet

Ausstellungsmitarbeiterin Tamar Bloch haut nicht auf die Pauke sondern auf ein speziell zum Thema „Gummi macht Spaß“ entwickeltes ungewöhnliches Schlagzeug. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. „Mach`s mit“ – diese Werbekampagne kennt jeder. Die dahinter steckende ernst gemeinte Botschaft der Großplakate ist auch Ansinnen einer neuen Ausstellung, die seit heute auf dem Chemnitzer Neumarkt zu bestaunen ist. „Große Freiheit – liebe.lust.leben“ will mit 50 Exponaten über den Spaß an Sex informieren aber auch auf ein ernstes Problem aufmerksam machen: Geschlechtskrankheiten.

„HIV bzw. AIDS kennt jeder, aber über andere Infektionskrankheiten wissen viele nichts“, weiß Tanja Marton von der für die Ausstellung zuständigen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die „Große Freiheit“ vermittelt spielerisch wissen und bricht auf humorvolle Weise Tabus. So kann in der „Kondomschule“ die richtige Gummigröße für Jedermann oder jeden Mann bestimmt werden.

In der sogenannten „Kondomschule“ wird die passende Größe für Jedermann bzw. jeden Mann ermittelt.

Besucher begleiten in der Ausstellung acht fiktive Charaktere, die ihre Liebe und Lust ausleben wollen und dabei erzählen, wie sie sexuell übertragbaren Infektionen (STI) vorbeugen können. Denn nicht nur HIV kann das Leben grundlegend beeinflussen und zahlreiche Beschwerden nach sich ziehen. All das vermittelt die Ausstellung auf teils amüsante und überraschende Weise – eher in Form einer Kunstausstellung und doch mit ernstem Hintergrund.

„Ich bedanke mich, dass diese tolle Ausstellung hier bei uns ist“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zur Eröffnung. Sie hoffe, dass vor allem viele Schulklassen das Angebot nutzen werden. Der Komplexität des Themas sei man sich bewusst, so das Stadtoberhaupt.

Geöffnet ist bis zum 24. März täglich von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Herein spaziert in die „Große Freiheit“ heißt es bis Samstag noch auf dem Neumarkt.

Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (l.) verschaffte sich heute einen Eindruck von der Ausstellung.

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