Abschied ist kein schweres Wort

 

 

Uwe Schreier übernimmt den Staffelstab von Ursula Haarig und trägt nun auch Verantwortung dafür, dass sich die artmontan-Kulturtage weiterhin so erfolgreich wie bisher entwickeln. Foto: H.-J. Schwochow

Was wurde nicht schon alles über den „ Abschied “ gesungen oder geschrieben? Stellvertretend seien Schlagerbarde Roger Whittaker oder das Buch „Abschied“ von Georg Magirius genannt. Für Ursula Haarig hat das Wort seit dem 1. Januar des noch jungen Jahres besondere Bedeutung. Für sie, die seit 2004 als Betriebsleiterin des kul(T)our- Betriebes des Erzgebirgskreises ein umfangreiches Arbeitspensusm zu bewältigen hatte, begann der wohlverdiente Ruhestand.

Abschied für Ursula Haarig

Was sagt sie selbst über diese Zäsur? „Meine Arbeit war mein Leben und das Team des kul()our-Betriebes meine zweite Heimat. In dieser Hinsicht fällt der Abschied schon schwer, weil ein Teil wegbricht, in dem ich mich immer aufgehoben gefühlt habe“, so ihre Worte. Die Bilanz ihre Wirkens spricht eine überzeugende Sprache. 20 Jahre artmontan-Kulturtage, Abenteuerwanderungen für Kinder und ihre Familien mit mittlerweile 2.000 Teilnehmern jährlich, erstes Kinder- und Jugendkunstsymposium, erzgebirgische Liedertour in der Baldauf Villa Marienberg, umfangreiche Angebote der Museumspädagogik im Bergbaumuseuem Oelsnitz/E., Erzgebirgsweihnacht im Kulturhaus Aue, Umstellung auf digitale Technik im Zeiss-Planetarium Schneeberg … diese Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen. Auch folgende Worte sprechen für die noch junge Ruheständlerin: „Die Umsetzung von Aufgaben, die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte benötigt immer zuverlässiges, engagiertes und motiviertes Personal. Nur, wenn diese Voraussetzung gegeben ist, funktioniert die gesamte inhaltliche Struktur des kul(T)our-Betriebes“.

Neue Aufgaben für Uwe Schreier

Die Verantwortung dafür, dass sich der kul(t)our-Betrieb mit seinen sieben Einrichtungen (in sechs Gebäuden) und 54 Mitarbeitern erfolgreich weiter entwickelt, trägt nun Uwe Schreier. Der 56-jährige Kulturwissenschaftler (FH) spricht davon, dass er der neuen Herausforderung mit „Spannung, Respekt und Optimismus“ entgegensieht. Der bisherige stellvertretende Eigenbetriebsleiter übernimmt ein „gut bestelltes Feld“. Er will gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Simone Georgi die bestehenden Strukturen und die bewährten Projekte kontinuierlich weiterführen. „Wir wollen für einzelne Bereiche unserer Einrichtungen Impulsgeber sein und deren Profile weiter schärfen“ formuliert der „Neue“ seinen Anspruch. Er spricht von einem großen Vorteil, dass er seit 1987 in verschiedenen kulturellen Bereichen und ab 2004 an der Seite von Ursula Haarig Erfahrung sammeln konnte. Soviel steht fest: Der kul(T)our-Betrieb des Erzgebirgskreises war und bleibt ein Erfolgsmodell. Gibt es einen optimistischeren Jahresauftakt? hjs

 

 

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