Achtung, ab Montag scharf

Die neue Rotlichtüberwachungsanlage an der Reichenbacher Str./Knielohstraße wird am Montag aktiviert. Foto: Igor Pastierovic

Neuer Blitzer, weniger Einnahmen

Plauen. Die Inbetriebnahme war schon für den Dienstag nach Ostern geplant – dann kam der Schnee. Die Techniker schafften es nicht, die neue Rotlichtüberwachungsanlage an der Reichenbacher Str./Knielohstraße, zu aktivieren. Alexandra Wölfel, die Fachgebietsleiterin Bußgeldstelle der Stadt: „Die Anlage soll nunmehr aller Voraussicht nach am kommenden Montag, 12. April, in Betrieb genommen werden.“
Weitere werden folgen. Wölfel: „Für die neuen Anlagen wurden außer der Kreuzung Reichenbacher Straße/Knielohstraße in Fahrtrichtung Röntgenstraße als Standorte ausgewählt die B 92 Trockentalstraße/Straßberger Straße in Fahrtrichtung Dittrichplatz und die Kreuzung Chamissostraße/Reißiger Straße in Fahrtrichtung stadteinwärts.“

Abzocke schimpfen manche. Andere argumentieren mit mehr Sicherheit. So wie die Sachgebietsleiterin. Sie sagt: „Die Maßnahme wurde zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer veranlasst, denn bei allen drei Standorten handelt es sich um Ampeln mit Fußgängerverkehr. Außerdem befinden sich in der Nähe jeweils Schulen, somit passieren vermehrt Kinder die Lichtsignalanlagen.“

Fest steht: Durch die Corona-Pandemie gingen die Einnahmen durch Bußgelder in Plauen zurück. Wurden im Jahr 2019 durch 60.100 Tempo- bzw. Rotlichtsünder 1,3 Millionen Euro gezahlt, war es im letzten Jahr bei 40.773 Delikten nur eine Million Euro. Allein bei den stationären Anlagen ging die Zahl von 47.092 auf 27.400 Fälle zurück.

Dazu kamen 2019 rund 400.000 Euro, die wegen 25.820 Park- und Halteverbots-Verstößen gezahlt werden mussten. Letztes Jahr waren es nur 19.968 Delikte, die mit rund 350.000 Euro Geldbußen geahndet wurden.

Allerding: Wenn im letzten Jahr 60.745 Verkehrsdelikte festgestellt wurden, sind das 166 pro Tag allein in der Stadt Plauen…

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