Aktive Vereinslandschaft im unteren Zwönitztal

Bürgermeister Thomas Probst kann viel Positives aus seiner Gemende berichten, vor allem über 46 aktive Vereine. Foto: Stefan Unger

Wo und was wird derzeit in Burkhardtsdorf gebaut?
Die wichtigste Baumaßnahme in diesem Jahr ist die Sanierung der alten Grundschule in Meinersdorf zu einem Dorfgemeinschaftszentrum, wo elf verschiende Nutzer einziehen werden. Hier integrieren wir Teile der Verwaltung und die Bürgerpolizisten. Ziel wird sein, dass wir im Dezember die Arbeiten abschließen können. Des weiteren wollen wir das Chemnitzer Modell mit dem Abriss des Bahnhofes Meinersdorf vorantreiben. Hier laufen derzeit ebenfalls die Vorbereitungen. Weiterhin wollen wir bis Jahresende im Ortsteil Eibenberg-Kemtau den Ausbau des Kindergartens und des Parkplatzes in Angriff nehmen.
Wurden Kredite aufgenommen?
Nein. Wir sind derzeit in der Phase der aktiven Umschuldung und in der glücklichen Lage, Sondertilgungen leisten zu können. Wir fassen drei Kredite zusammen und stecken rund 300.000 Euro in Sondertilgungen. Wir halbieren die Laufzeit der Kreditdauer auf etwa elf Jahre. Dabei profitieren wir natürlich von den derzeit niedrigen Zinsen.

Wie hoch ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Ihrem Ort?
Sie liegt momentan noch bei 1.100 Euro. Wir haben unser Vermögen erfasst. Uns gehören rund fünf Prozent der gesamten Gemeindeflächen. Das ist schon viel. Der Großteil ist Wald, Bauland und Ackerland. Rein bilanziell gesehen, sind wir gut finanziert.
Was gibt es, was das Leben in Ihrem Ort schöner und attraktiver macht?
Das ist beispielsweise unser neuer Pfarrer Markus Großmann. Ein sehr sympathischer junger Mann der vor kurzem mit seiner Familie mit vier Kindern zu uns kam. Ich glaube, dass wir noch viel Freude mit ihm haben. Es ist schön, dass wie überall die nächste Generation in den Startlöchern ist. Wir sind in allen Lebensbereichen mit jungen Leuten gut besetzt. Hier kann ich vor allem unsere Feuerwehr nennen, welche von Jörg Spiller sehr engagiert geleitet wird. 108 Aktive, davon 40 Jugendliche, sind dort integriert und leisten Vorbildliches. Damit sind wir sehr gut aufgestellt.

Wie sieht es allgemein in den Vereinen von Burkhardtsdorf aus?
Wir können auf die stolze Zahl von 46 Vereinen bauen, wo überall ein aktives Vereinsleben stattfindet. Als wesentlichen Baustein im Ort haben wir im vergangenen Jahr das Dampfmaschinen-Museum nach größerer Umbaupase in Betrieb genommen. Das ist ein richtiges Highlight. Dort flossen über 600.000 Euro Fördermittel vom Landkreis. Die große Dampfmaschine stand jahrelang in Hammerunterwiesenthal in einer alten Fabrik und gehörte der Stadt Oberwiesentahl. Immer wieder bettelten wir um die Maschine, bis wir sie dann endlich vor ein paar Jahren bekamen und diese dann restaurierten. Es ist schon etwas Besonderes in unserer Gemeinde. Jetzt läuft sie wieder wie in ihren besten Zeiten. In den Räumen werden auch Trauungen stattfinden. Der Umbau dieses alten Feuerwehrdepots war eine tolle Leistung der vielen freiwilligen Helfer. Ansonsten läuft das Vereinsleben reibungslos. Wir besitzen eine große Vereinslandschaft, die natürlich durch die Euro-Foam-Arena sehr begünstigt ist. Hier halten viele Vereine Veranstaltungen ab, das bringt Leben in unseren schönen Ort.

Welches Fest ist im Jahr 2018 besonders zu erwähnen?
Das ist ohne Zweifel das Bulldockfest. Es ist das 20. Treffen, welches am 20. August abgehalten wird. Der Bulldock-Verein rechnet in diesem Jahr mit einem erneut hohem Zulauf. Es werden jedes Jahr mehr Besucher. Das Treffen hat sich weit über die Region hinaus einen guten Namen gemacht.

Wie fällt für Sie rückblickend die Bilanz des vergangenen Jahres aus?
Insgesamt war es wieder ein gutes Jahr für die Gemeinde. Wir arbeiten eigentlich so, dass wir im Zyklus von drei bis vier Jahren größere Projekte abarbeiten. Die größte Maßnahme war die Erneuerung des Daches des Gemeinschaftszentrums. Mehrere kleinere Baumaßnahmen wurden fertiggestellt und einige größere Projekte für dieses Jahr vorbereitet, so dass es in 2018 ordentlich losgehen kann. Ganz große Baumaßnahmen wurden also im Jahr 2017 nicht durchgezogen. Wichtig war die Vorbereitung der energetischen Sanierung des Ortes, die bald beginnen kann.
In Zukunft soll auch der Maktplatz umgestaltet werden. Hier wurde eine Konzeption dem Gemeinderat vorgelegt. Es bewegen sich ja mittlerweile 700 Kinder rund um das Rathaus und dem Markt. Da muss schon das Autofahren und das Parken vernünftig geregelt werden. Kinder benötigen viel Platz und viel Grünes.

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