Alter Bahnhofin Halsbrücke wird reviatlisiert

Projekt Brauhaus am Bahnhof Halsbrücke: Architekt Ronny Erfurt (Phase-10), Johannes Ernst (Geschäftsführer MTH Metalltechnik Halsbrücke), MdL Steve Johannes Ittershagen sowie Bürgermeister Andreas Beger (v.li.n.re.) hoffen auf schnelle Umsetzung. Foto: Steffen Ulbricht

In der Industriegemeinde gibt’s nunmehr eine Zukunft für das Bahnhofsgebäude und Umfeld: Am 23. November wurden einer interessierten Öffentlichkeit durch Bürgermeister Andreas Beger und Architekt Ronny Erfurt Pläne für das „Brauhaus am Bahnhof“ vorgestellt. Ideen und Investitionen kommen seitens der MTH Metall-Technik Halsbrücke GmbH & Co. KG und des Freiberger Architekturbüros „Phase-10“.
Für das Konzept soll der kom plette Gebäudekomplex wieder genutzt werden. Dafür werden im Schaffnerhaus die alten Decken ab dem Erdgeschoss entfernt, um dort die komplette Brauerei-Anlagetechnik unterzubringen. Im ehemaligen Güterboden wird eine Gastwirtschaft mit Ausschank entstehen.
Damit wird erfreulicherweise das gesamte Bahnhofsgelände, welches seit 1890 das Halsbrücker Tor zur Welt war, wieder in neuem Glanze entstehen.
Die Bedeutung der einstigen Bahnstrecke lag eher im Güterverkehr. Neben den Schachtanlagen Reiche Zeche, Turmhofschacht und Davidschacht besaßen eine ganze Reihe weiterer Unternehmen im Freiberger Norden Anschlussgleise. In den 60er Jahren entstand eine zwei Kilometer lange Anschlussbahn zum DBI, welche in den 80er Jahren noch einen Abzweig zum neugebauten Heizkraftwerk Nord erhielt. Nach der Einstellung des Bergbaues anno 1969 begann der Niedergang. Am 1. Juni 1975 wurde der Reisezugverkehr eingestellt, Güterverkehr von Freiberg-Ost bis Halsbrücke fand noch bis 1995 statt.

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