Arbeitsmarkt im Erzgebirge bleibt stabil

Sven Schulze, Chef der Annaberger Arbeitsagentur. Foto: André Kaiser

Annanerg-Buchholz. Der Arbeitsmarkt im Erzgebirge bleibt weiterhin stabil: Laut der aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Annaberger Arbeitsagentur sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat im März um 0,2 Prozent. Damit sind jetzt aktuell 8.674 Frauen und Männer im Landkreis ohne Job, was einer Quote von 5,1 Prozent entspricht. Im März des Vorjahres war diese jedoch mit 4,5 Prozent noch deutlich niedriger.

Ein positives Signal kommt von den Arbeitgebern, die offensichtlich wieder verstärkt nach Personal suchen. Laut Sven Schulze, Chef der Annaberger Arbeitsagentur, wurden dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur im März 475 Stellen gemeldet, etwa zehn Prozent mehr als im Vormonat. Dabei habe sich der Zuwachs nahezu in allen Branchen vollzogen. „Auch Kurzarbeit wirkt nach wie vor stabilisierend für den Arbeitsmarkt. Wer während der Kurzarbeit eine Qualifikation absolviert, hat auch bessere Chancen im Job, wenn der Arbeitsmarkt wieder anspringt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich bei Fragen zur Förderung von Qualifizierungen während Kurzarbeit an die Experten der Arbeitsagentur wenden“, so Schulze.

Blick in die Regionen
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit konnte im März in allen Regionen des Erzgebirgskreises verzeichnet werden. Dabei behauptete die Geschäftsstelle Zschopau mit 4,2 Prozent Platz 1, noch vor den Geschäftsstellen Stollberg (4,5 Prozent) und Marienberg (4,8 Prozent). Mit etwas Abstand folgen die Hauptagentur Annaberg-Buchholz mit 5,4 Prozent sowie die Geschäftsstellen Schwarzenberg (5,5 Prozent) und Aue (5,7 Prozent).

Entwicklung Kurzarbeit
„Die Anzeigen auf Kurzarbeit sind seit Beginn der Pandemie von April bis Ende März 2021 deutlich angestiegen. Aktuell stehen 7.196 Betriebe mit rund 70.000 Beschäftigten zu Buche. Von April 2019 bis März 2020 waren es 2.046 Betriebe mit über 27.000 Beschäftigten. Im Monat März haben 93 Betriebe für 636 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld angezeigt. Die meisten Anzeigen gab es im Einzelhandel, im Dienstleistungssektor und im KfZ-Handel mit der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.“

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