Arbeitsmarkt: Sommerloch in Chemnitz

Die Agentur für Arbeit informiert.

Die Agentur für Arbeit informiert. Foto: Agentur

Chemnitz. Mehr als 11.000 Chemnitzer waren im Juli von Arbeitslosigkeit betroffen. Ein Anstieg um 2,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Nicht weiter dramatisch scheint diese Entwicklung, denn wie Angela Hugel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur erklärt ist „die Arbeitslosigkeit im Juli allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen.“

Sozusagen ein Sommerloch, wie es viele Unternehmen und Branchen gerade in der warmen Jahreszeit verspüren.  „Das liegt am Schul- und Ausbildungsende, an den zum Quartalsende auslaufenden Befristungen, an auslaufenden Fördermaßnahmen und an der geringeren Einstellungsbereitschaft der Chemnitzer Wirtschaft in den Sommerferien. Diese Entwicklung ist üblich und kein Zeichen für eine Trendwende. Denn der Chemnitzer Arbeitsmarkt steht insgesamt stabil da. Nach dem Ferienende werden Betriebe wieder in größerem Umfang einstellen, denn die Fachkräftebedarfe sind hoch“, so Hugel weiter.

Denn im Vergleich zum Vorjahr sind, laut Statistik der Arbeitsagentur, die Arbeitslosenzahlen um 6,5 Prozent zurückgegangen. Aktuell liege die Quote bei 9 Prozent. Mehr als 2.000 Stellen sind aktuell in der Datenbank gelistet. Die meisten freien Stellen kommen aus dem Bereich Zeitarbeit, Verwaltung, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem verarbeitenden Gewerbe. Nicht für jeden Arbeitslosen sind Stellen verfügbar. Teilweise jedoch sind die Anforderung an die Bewerber auch zu spezifisch.

Deutlich positiver sieht die Situation auf dem Ausbildungsmarkt aus. Im Juli waren noch 411 freie Ausbildungsstellen in Chemnitz zu besetzen. Demgegenüber stehen 252 potentielle Azubis, die noch ohne Ausbildungsstelle sind. Doch sind auch einige der Jugendlich schulschwächer und für Firmen in erster Linie unattraktiv. Doch auch hier rät die Arbeitsagentur den Unternehmen, auch diesen Bewerbern eine Chance zu geben und die Unterstützungsangebote der Agentur in Anspruch zu nehmen.

„Oftmals offenbart sich erst bei genauerem Hinsehen die Eignung eines Bewerbers. Sie spiegelt sich nicht nur in den Schulzeugnissen, dem Gesundheitszustand, den familiären Rahmenbedingungen oder dem Wohnsitz wider. Jugendliche hingegen, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, sollten schnellstmöglich einen Termin im Haus der Jugend vereinbaren. Die Berater können auch kurzfristig noch gute Angebote unterbreiten“, so Hugel.

Von Stephanie Ihle

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