Asylbewerber kommen ins Naturschutzzentrum Dörfel

Foto: LRA/Archiv

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Annaberg-Buchholz. Die Menschen im Erzgebirge sprechen nach wie vor von der Touristen-Station, offiziell nennt sich die Einrichtung „Naturschutzzentrum Erzgebirge“. Egal wie: Besucher können ab sofort hier nicht mehr übernachten. Geplante Ausflüge z.B. von Schulklassen wurden storniert.
Den Grund nennt die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lang aus Schwarzenberg in einer Pressemitteilung. Dort heißt es: „Das Naturschutzzentrum Erzgebirge in Dörfel kann ab sofort keine Übernachtungsgäste mehr beherbergen. Grund: Der Landkreis als 100 prozentiger Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, benötigt die zum Objekt gehörenden, für jeweils zehn Personen ausgelegten Ferienhäuser für Flüchtlingsfamilien. Das hat zur Folge, dass die Umweltbildungsarbeit – mit 2000 bis 3000 Teilnehmern pro Jahr ein wesentliches Standbein des Naturschutzzentrums – künftig nicht mehr in der bisherigen Form durchgeführt werden kann.“

Lang

Die Politikerin schreibt weiter: „Mit ganz viel Fachwissen, Erfahrungen und Ideen engagieren sich die 18 Mitarbeiter und zusätzlichen Saisonkräfte seit 1995 für die Vielfalt der erzgebirgischen Naturräume. „Wir kümmern uns im Erzgebirgskreis um etwa die Hälfte der ausgewiesenen Pflegeflächen“, berichtete Geschäftsführerin Claudia Pommer, Dipl.-Ing. Forstwirtschaft, während eines Vor-Ort-Termins mit der Landtagsabgeordneten Simone Lang. Als Umwelt- und Verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion wollte diese sich über den aktuellen Stand der Arbeit und die Ziele der Mitarbeiter der Einrichtung informieren.

Ihr Fazit: „Ich bin begeistert, mit welcher Professionalität hier nachhaltige Naturschutzarbeit geleistet wird. Nur mit gut ausgebildeten Fachleuten, wie sie hier seit Jahrzehnten kontinuierliche Naturschutzarbeit leisten, kann die naturraumtypische Vielfalt von Lebensräumen gesichert werden. Dennoch stehen einige bislang im Erzgebirge heimische Arten aktuell auf der Roten Liste. Deshalb werde ich dafür engagieren, dass der Rückgang der biologischen Vielfalt aufgehalten wird. Konkret möchte ich mich bei den nächsten Haushaltsverhandlungen mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass entsprechende Mittel für die Naturschutzarbeit im Landesetat verankert werden“, kündigt Simone Lang an.

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