Auch Mode kann nachhaltig sein

„Aus alt mach neu“ – so lautet derzeit die Devise in der Modewelt. Dazu zählen verstärkt auch Hoodies und Sweatshirts.  Foto: Pixabay

Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr Einfluss auf unser Leben. Jeder möchte dem Klimawandel entgegenwirken, zum Beispiel mit seinen Kaufentscheidungen. Lebensmittel aus der Region, Kosmetik ohne Chemie, Elektro-Auto und Solaranlage gehören dazu. Nur bei der Kleidung scheuen noch viele davor zurück, zu Second-Hand-Ware zu greifen. Es sei denn, es handelt sich um Upcycling. „Aus alt mach neu“ ist die Devise. Aus alten Stoffen wird in eigenwilliger Zusammenstellung ein neuer Rock, eine Bluse und dazu aus den alten Jeans eine stylische Handtasche. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Print-on-Demand macht es möglich

Nachhaltigkeit kann aber auch heißen, Kleidung möglichst lange zu tragen. Hochwertige Kleidung hält länger als eine Modesaison. Wer ein Kleidungsstück dann noch mit einem coolen Logo oder Spruch verschönt, möchte es ohnehin nie mehr missen. Bei Printful kann man qualitative Hoodies gestalten, ganz nach eigenen Vorstellungen.

Das Print-on-Demand-Unternehmen bietet hochwertige Kapuzenpullis in unterschiedlichen Farben zum Bedrucken oder Besticken nach eigenen Vorstellungen. Durch den Druck auf Bestellung gibt es keine Mindestmengen. Ob man nun ein individuelles Einzelstück bestellen, das fantasievoll gestaltetet Hoodie in einem eigenen Shop online verkaufen oder als Verein seine Mitglieder mit identischen Shirts ausstatten möchte, mit Print-on-Demand ist es möglich. Gedruckt wird erst, wenn die Bestellung eingegangen ist. Auch das ist Nachhaltigkeit, nichts wird für das Lager produziert.

Auf- statt abwerten

Upcycling ist wie so vieles keine Erfindung unserer Zeit. Schon 1994 hat der Ingenieur Reiner Pilz in der englischen Presse davon gesprochen, vorhandene Materialien aufzuwerten, statt sie durch die übliche „Wiederverwertung“ abzuwerten, „Downcycling“ nannte er das. Die Zeit nach der Jahrtausendwende war dann aber eher auf Konsum und Verschwendung ausgerichtet und so verschwand der Begriff wieder aus dem öffentlichen Gedächtnis. Mit der zunehmenden Angst vor dem Klimawandel aber kam er zurück. Heute spielt die Idee in den USA eine große Rolle und auch bei uns gewinnt Upcycling an Bedeutung.

So hat sich in Deutschland eine eigene Upcycling-Szene entwickelt, die auf Ausstellungen und Workshops innovative Upcycling-Ideen vorstellt und Anfängern Hilfestellung bietet. Auch in der Modebranche ist der Trend längst angekommen. Gerade in dieser Branche wird die Ursprungsidee von Reiner Pilz eins zu eins umgesetzt: Aus alten Stoffen entsteht neue, wertvolle Mode, die sogenannte „grüne Mode“. Ihre Herstellung verbraucht wesentlich weniger Energie und die Qualität der Ware leidet nicht. Das Recycling führt also in diesem Fall nicht zum „Downcycling“, im Gegensatz zur Wiederverwertung etwa von Papier oder Kunststoffen, die regelmäßig mit einem Verlust an Qualität einhergeht.

Ob Up- oder Downcycling, am nachhaltigsten sind noch immer die Waren, die gar nicht erst produziert werden müssen. Das gilt auch für Kleidung. Immerhin fallen pro Jahr und Kopf in Deutschland zehn Kilogramm Gebrauchtkleidung an, das sind 700.000 Tonnen! Qualitativ hochwertige Kleidung kann viel länger getragen werden. Und damit das selbst designte Hoodie lange hält, muss es pfleglich behandelt werden.

Vor dem Waschen wird es auf links gedreht, die Waschtemperatur von 30 Grad nicht überschritten und an der Luft getrocknet. Wäschetrockner und chemische Reinigung sind tabu. Und wenn es wirklich einmal Schaden genommen hat, kann man es mit etwas Kreativität doch noch „upcyceln“, zum Beispiel mit dekorativen Knöpfen, Perlen oder Schmuckbändern.

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