Aue gelingt nicht der Befreiungsschlag: 1:3 Niederlage gegen MSV Duisburg

Nicht verwöhnt wurden die Anhänger des FC Erzgebirge Aue beim 1:3 gegen den MSV Duisburg. Foto: Stefan Unger

Die erste Halbzeit ging ganz klar an die Gäste. Die Auer fanden nie ins Spiel und hatten mit den schnellen und ballsicheren Duisburgern ihre liebe Mühe. Beide Abwehrreihen hatten von Beginn an das Spiel fest im Griff, jeder wartete auf einen Fehler des Anderen.
Trotz allem hätten die Hausherren beizeiten in Führung gehen müssen: Wolze unterschätzte in der fünften Minute einen Ball, wodurch Köpke frei auf der rechten Außenbahn durch war. Er wollte querlegen auf den freien Munsy, doch Nauber war zur Stelle und fing den schlechten Pass ab. Das war es aber auch, was die Lila-Weißen bis zum Pausenpfiff an Offensive zeigten. Aues Trainer Hannes Drews reagierte auf die schlechte Leistung und nahm nach einer reichlichen halben Stunde Dominik Wydra, der auf der ganzen Linie auf der Sechser-Position enttäuschte, Philipp Riese. Verletzungsbedingt musste auch Dennis Kempe in der 39. Minute aus der Partie. Für ihn kam John Patrick Strauß.
In Runde zwei konnte es nur besser werden.
Und es wurde besser. Aber nur bei den Zebras.
Oliveira Souza und Rizzuto drang in der 55. Minute im Laufduell in den Sechzehner ein. Rizzuto hält etwas, der Duisburger fiel spektakulär. Schiedsrichter Koslowski fiel darauf herein und zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Wolze verwandelt mittig, Torhüter Männel sprang in die Ecke.
Und es kam noch schlimmer: Stoppelkamp verlängerte einen Eckball, Tashchy stand bereit und köpfte in der 64. Minute den Ball zum 2:0 in die Maschen.
Die Partie wurde offener, Aue spielte mutiger nach vorne, bot dadurch den Duisburgern aber auch Räume für Konter.
Dann ein Sonntagsschuss von Dimitrij Nazarov in der 83. Minute: Tiffert führte einen Freistoß aus. Der Ball wurde geblockt und landete beim Torschützen, der das Leder direkt nahm und aus 20 Metern zum Anschluss traf.
Der Genickschuss gegen Aue in der 90. Minute. Riese ging ungestüm in den Zweikampf mit Stoppelkamp, der zu Fall kommt. Der Unparteiische zeigt erneut auf den Punkt und Wolze war erneut Sieger gegen Männel.
„Wir haben zu wenig getan, vor allem unser Offensivspiel lahmte“, sagte Aues Christian Tiffert.
„Ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben gewusst, dass Aue eine gute Mannschaft hat und haben uns sehr gut darauf vorbereitet. Ich freue mich für die Mannschaft. Alles Gute für Aue“, wertete der Duisburger Trainer Ilia Gruev nach dem Spiel.
„Ein paar fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen und müssen schnell die Niederlage verdauen“, erklärte Aues Trainer Hannes Drews.
Aue: Männel – Kempe (39. Strauß), Rizzuto, Tiffert, Cacutalua, Hertner – Wydra (31. Riese), Fandrich – Nazarov, Munsy (59. Bertram), Köpke. Trainer: Hannes Drews.
Duisburg: Flekken – Wiegel, Bomheuer, Nauber, Wolze – Fröde, Schnellhardt – Oliveira Souza, Stoppelkamp (90. Engin) – Tashchy, Iljutcenko (82. Hajri). Trainer: Ilia Gruev.
Ersatzbank: Jendrusch (Tor), Härtel, Bertram, Kvesic, Riese, Bunjaku, Strauß.
Zuschauer: 11.950.
Schiedsrichter: Koslowski (Berlin)
Assistenten: H. Müller (Cottbus), Wessel (Berlin)
Vierter Schiedsrichter: Ostheimer (Pfaffenhofen a. d. Ilm)

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