Aue verliert zuhause unglücklich gegen Union Berlin

Aues Sebastian Hertner (rechts) im Zweikampf mit Felix Kroos. Links der Auer Clemens Fandrich. Foto: Stefan UngerUnger

Viel passierte in der ersten Halbzeit nicht. Beide Abwehrreihen hatten das Sagen und aus dem Mittelfeld kamen wenig verwertbare Pässe, so dass sich ein Spiel zwischen den Strafräumen entwickelte. Beide Mannschaften warteten auf einen Fehler des Gegners. Die einzige Torchance der Veilchen besaß in der 38. Minute Pascal Köpke, der sich in halblinker Position an der Strafraumgrenze gegen Toni Leistner durchsetzte und aus spitzem Winkel am Torhüter Jakob Busk scheiterte. Unions einzige Cance in Runde eins hatte Skrzybski, der nach Fehler von Wydra das Tor verfehlte. Fazit: Chancenarmut kennzeichnet den insgesamt ausgeglichenen ersten Abschnitt in einem intensiven Duell.
Nach dem Wechsel kamen die Lila-Weißen mit mehr Druck ins Spiel und hatten gleich ein paar Möglichkeiten durch Sebastian Hertner und Dimitrij Nasarov.
Doch das Tor machten die Wuhlheider. Schmeichelhafte Führung für Union in der 55. Minute. Polter setzt sich an der Grundlinie gegen Nicolai Rapp durch, in der Mitte ist Hartel da und nickt aus fünf Metern zum 1:0 ein.
Die Auer antworteten mit viel Power. In der 64. Minute hatte Köpke die Riesenchance auf dem Fuß, als er den Ball unverhofft vom Gegenspieler Skrzybski im Fünfmeter-Raum bekam, doch das Leder aus vier Meter übers Tor drosch. Würde so eine Chance noch einmal wiederkommen?

Optimale Chancenverwertung: Die zweite Chance für Union führte sofort zum 2:0 für die Eisernen in der 70. Minute. Nach einer Ecke von rechts herrschte Verwirrung in der Auer Defensive. Pedersen bringt den Ball von links in die Mitte zurück, Polter verlängert ebenfalls per Kopf aus drei Metern ins rechte Eck. Doch die Lila-Weißen kamen zurück. Nur drei Minuten später hieß es nur noch 1:2. Die prompte Antwort: Nazarov flankt aus dem Halbfeld, Bertram köpft freistehend wuchtig aus sechs Metern ins rechte Eck.
In der Schlussphase setzten die Erzgebirger alles auf eine Karte, doch die Stürmer kamen offensiv nicht so richtig zum Zug. Unterm Strich eine vermeidbare Niederlage, weil die Gäste auf keinen Fall besser waren, aber in der Chancenverwertung Überragendes zeigten.
„Man hat gesehen, dass die Berliner auf allen Positionen eine hohe Qualität besitzen“, erklärte nach dem Spiel Aues Torschütze Sören Bertram.
„Wir haben in Halbzeit eins aus der Kompaktheit agiert und auf Konter gespielt. Ich hatte das Gefühl, dass wir in Führung gehen können. Aber die Gäste nutzten unsere Fehler resolut“, resümierte Aues Trainer Hannes Drews.
Aue: Männel – Kalig, Rapp, Rizzuto (89. Cacutalua), Wydra, Hertner (83. Ferati) – Tiffert, Fandrich (89. Bunjaku), Bertram – Nasarov – Köpke. Reservebank: Haas (Tor), Cacutalua, Kvesic, Riese, Bunjaku, Ferati, Strauß. Trainer: Hannes Drews.
Union: Busk – Trimmel, Leistner, Schönheim, Pedersen – Prömel, Kroos – Skrzybski, Hartel (78. Kreilach), Hedlund -Polter (86. Fürstner)¬¬.
Trainer: Jens Keller.
Zuschauer: 9.450. Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

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