Auer Ringer 2017 in der ersten Bundesliga

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Ringersport hat in Aue schon eine sehr lange und erfolgreiche Tradition. Foto: FCE, Abt. Ringen

Der FC Erzgebirge hat beim Deutschen Ringer-Bund (DRB) fristgemäß für die neue Saison gemeldet, und zwar für die erste Bundesliga. Vorausgegangen waren intensive Überlegungen in der Abteilung, denn in diesem Jahr wird sich im Ringkampfsport der Republik Grundsätzliches ändern.

Zwei Staffeln in der neuen Bundesliga

So beschloss der DRB, ab 2017 die neugestaltete Bundesliga mit einer Nord- und Südstaffel als höchste Leistungsklasse zu etablieren. Hauptgrund der Umstrukturierung ist, dass die bisherige erste Liga keinen Zuspruch fand. „Zuletzt gab es hier nur noch acht Mannschaften. Für immer weniger Vereine war sie zu stemmen, weder wirtschaftlich noch sportlich. Die Etats der Spitzenklubs überstiegen jedes vernünftige Maß“, beurteilt Sören Ullrich die Situation im deutschen Ringer-Leistungssport. Der Verband habe deshalb die Notbremse gezogen, so der Leiter der FCE-Abteilung Ringen: „Es wird ab sofort eine Budgetobergrenze von 150.000 Euro pro Saison geben, das ist vernünftig. Zudem soll die künftige Bundesliga aus Mannschaften der bisherigen ersten und zweiten Liga bestehen.“ Letzteres bedeutet für die Auer, die 2016 Platz fünf in ihrer Zweitligastaffel Nord belegten, dass sie jetzt in der obersten Wettkampfklasse starten dürfen.

Auer Ringer vor schwieriger Aufgabe

Oder besser gesagt müssen, wie das nicht nur die Auer empfinden. „Die neue Bundesliga bedeutet für uns eine sportliche Herausforderung und mehr noch eine ökonomische. Die FCE-Ringer werden mit einem der kleinsten Etats in die Saison starten. Statt der Ostderbys zuletzt müssen die Erzgebirger öfter auf weite Reisen gehen und stärker in einen konkurrenzfähigen Kader investieren“, fürchtet Sören Ullrich. Etliche Vereine hätten deshalb gar nicht gemeldet, einige planten die Gründung einer vom DRB unabhängigen, alternativen Liga.

Aue wird in der neuen Liga alles geben

Der Dachverband droht den Abweichlern empfindliche Strafen an. Hätte der FCE nicht für die neue Bundesliga gemeldet, wäre er sportlich tief zurückgestuft worden. Wahrscheinlich in die fünfte, die Landesliga. Dort kämpft aktuell die 2. Auer Mannschaft. Zudem wären wohl Strafgebühren in Höhe von mehreren Tausend Euro fällig gewesen. Das wäre, so sieht es der FCE-Ringervorstand, wohl das Ende des Leistungsringkampfs bei den Veilchen gewesen. Entsprechend votierte er am 20. Dezember einstimmig, für die neue Bundesliga zu melden. „Zugleich sagen wir ja zur neuen Herausforderung. Aue will sich im Oberhaus erfolgreich präsentieren“, bringt Abteilungsleiter Ullrich die Zielvorgabe des Vorstands auf den Punkt. Packen wir es an!

Der Vollständigkeit halber sei noch auf eine wichtige regeltechnische Änderung im deutschen Ringen verwiesen. Ab 2017 sind die Gewichtsklassen 71 und 80 Kilogramm neu im Wettkampfprogramm. Aktuelles zum Team der Auer Ringer lesen Sie unter http://www.aue-ringen.de

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