Auer Veilchen blühen in Kiel auf

Aues Verteidiger Malcom Cacutalua, rechts im Zweikampf mit dem Darmstädter Kevin Großkreuz, erzielte in Kiel beide Treffer. Foto: Stefan Unger

Aues 35-jähriger Trainer Hannes Drews, der vor der Saison von Kiel nach Aue wechselte, stellte seine Mannschaft gegenüber der Vorwoche auf einer Position um: Für Cebio Soukou, der nicht im Aufgebot war, lief Sören Bertram von Beginn auf.
Die auf Platz drei liegenden Kieler brauchten unbedingt einen Sieg, um im Kampf um den dritten Platz weiter dabei zu sein.
Die Störche legten mit hohem Aufwand los und wollten ein schnelles Tor. Das gelang ihnen mit Hilfe der schlafenden Auer Hintermannschaft.
Heidinger nahm in der zwölften Minute Drexler an der rechten Strafraumkante mit, der von Tiffert und Wydra nicht gestört wurde und einen flachen Querpass spielt. Ducksch steht frei und trifft aus kurzer Distanz. Fabian Kalig steht zu weit weg.
Die Kieler wollten aber mehr und erhöhten den Druck, Aue gelang bis dato wenig.
Die Ecke in der 25. Minute wird von Czichos auf den zweiten Pfosten verlängert, dort steht Drexler wieder neben Kalig unbedrängt und trifft zum 2:0 ins lange Eck.
Nach einer schwierigen Anfangsphase kamen die Auer zurück, weil sie nach dem Rückstand nicht den Kopf in den Sand steckten. Und mit einem Doppelschlag der Veilchen war die Partie plötzlich wieder offen. Wie aus dem Nichts fallen für die Gäste zwei Treffer innerhalb 90 Sekunden. Zuerst traf Cacutalua in der 36. Minute nach einer Ecke, als der Torhüter Kronholm unter Bedrängnis die Kugel nicht festhielt und Aues Verteidiger zur Stelle war.
Und dann der Ausgleich in der 38. Minute: Wieder war Cacutalua zur Stelle und lenkt einen weiten Schlag in den Kieler Strafraum per Kopf ins rechte Eck. Die Kugel senkt sich hinter Kronholm direkt vor dem Block der Auer Anhänger ins Netz – ein etwas glücklicher Treffer der Marke „Tor des Monats“.
Obwohl die Norddeutschen in Runde eins das bessere Team war und eine halbe Stunde die Partie im Griff hatten, hieß es beim Seitenwechsel 2:2.
Nach der Pause kommen die Lila-Weißen besser und mutiger aus der Kabine und fahren nun sehr gute Konter.
Aue ist dem Führungstreffer näher: Köpkes Querpass findet in der 52. Minute beinahe Nazarov, der um ein Haar die Führung erzielt hätte.
Danach nahmen die Kieler wieder das Zepter des Handelns auf und erzielten eine spielerische Überlegenheit, während die Auer viele gute Konter spielten, aber im Abschluss keine Konsequenz zeigten.
Kiel versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, doch die Abwehr des FC Erzgebirge Aue behielt auch in schwierigen Situationen den Kopf oben, so dass man keine nennenswerten Torchancen zuließ.
Eine gute Auswärtsleistung ab Mitte der ersten Halbzeit brachte für die Erzgebirger einen verdienten Punktgewinn. Holstein Kiel ist seit zehn Spielen ohne Sieg.
Kiel: Kronholm – Heidinger, Schmidt, Czichos, J. van den Bergh – Kinsombi – Schindler, Mühling (67. Besuschkow), Drexler, Lewerenz (72. Seydel) – Ducksch. Trainer: Markus Anfang
Aue: Männel – Kalig, Wydra, Rizzuto, Cacutalua, Kempe – Tiffert, Fandrich – Bertram, Nasarov (89. Hertner), Köpke (83. Strauß).
Ersatzbank: Jendrusch (Tor), Hertner, Härtel (A-Junior), Kvesic, Riese, Munsy, Strauß.
Trainer: Hannes Drews.
Zuschauer: 9.500.
Schiedsrichter: Daniel Schlager

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