Aues Sportdirektor Ziffert nicht unzufrieden

Aues Sportdirektor Steffen Ziffert ist mit dem bisherigen Verlauf in der Dritten Liga nicht unzufrieden. Foto: Stefan Unger

Aues Sportdirektor Steffen Ziffert ist mit dem bisherigen Verlauf in der Dritten Liga nicht unzufrieden. Foto: Stefan Unger

“Spieler wollen sich in Aue weiter entwickeln und erfolgreich sein”

Wie zufrieden ist der Auer Sportdirektor mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Ich bin sehr zufrieden. In allen bisherigen Spielen stellten wir die bessere Mannschaft. Dass wir mal die schlechtere Mannschaft waren und haben trotzdem gepunktet, das trifft nicht zu. Das einzige Manko ist, dass wir zu wenig Tore erzielen. Wir betreiben einen Riesenaufwand und haben lediglich  fünf Tore in sieben Partien erzielt. Im vorderen Drittel fehlt oftmals die Präzision und ein genauer Abschluss. Wenn man die herausgespielten Chancen betrachtet, so könnten es gut und gerne auch zehn erzielte Tore für uns sein. Selbst gegen Rostock, die uns körperlich überlegen waren, hatten wir einige gute Chancen. Die Abstimmung und das Zweikampfverhalten stimmt bei uns. Und mit Mike Könnecke kommt in Erfurt wieder ein schneller und erfahrener Spieler zurück ins Team. Auch von Tom Nattermann verspreche ich mir einiges. Er kam ja aus der Oberliga zu uns und hatte bei RB ganz andere Aufgaben. Er muss sich erst einmal an die Dritte Liga gewöhnen. Vor allem vom Tempo her. Auch gegen Rostock haben wir uns nicht belohnt, obwohl wir wieder überlegen waren und auch genügend Chancen für zumindest den Siegtreffer hatten. Das Positive in jedem Spiel ist trotzdem, dass wir dem Gegner kaum Torchancen gestatten und uns selber immer zahlreiche  Chancen herausspielen. Diese besser und effektiver zu nutzen, wird auch ein Ziel unserer täglichen Trainingsarbeit sein.

Wer hat die Mannschaft vor der Saison zusammengestellt?
Sportlich haben das Trainerteam und ich die Mannschaft zusammengestellt. Jeden Spieler haben wir vorher in einem persönlichen Gespräch kennengelernt und wollten so auch den  Charakter der Spieler prüfen. Das war uns bei der Auswahl wichtig. Wenn ein Spieler einen von uns  im Gespräch oder in seinem sportlichen Werdegang nicht überzeugt hat, wurde er von der Liste gestrichen.Meine Kriterien waren unter anderem unser neues Leitbild im Verein „ Leidenschaft und Authentisch“ und am besten eine langfristige Ausbildung in einem Nachwuchs-Leistungszentrum eines Bundesligisten. Einer wie Philipp Riese ist zum Beispiel ein Spieler, der unser Leitbild auf dem Spielfeld absolut verkörpert. Oder Steve Breitkreuz und Louis Samson, die im Nachwuchs-Leistungszentrum von Hertha BSC ausgebildet wurden, in der U23 von uns mehrfach beobachtet wurden und aufgefallen sind und sich nun bei uns im Männerbereich in der Dritten Liga weiterentwickeln möchten. Das sind nur zwei Beispiele aus unserer neuformierten Mannschaft.

Was erwarten Sie von Christian Tiffert?
Er kommt aus Halle. Wir haben bei dieser Personalie lange überlegt, was wir machen. Ich war aber ein Befürworter für ihn. Er brachte auch gute Gründe mit. Er war bereit hier her zu kommen, um sich alles anzuschauen,  er war in seiner Kariere kaum verletzt und kann auf große Leistungen in den vergangenen Jahren nachweisen. Wenn er jetzt mit 33 Jahren noch einmal für die Dritte Liga den Fight aufnehmen möchte, sind das bei ihm kein finanziellen Gründe, sondern rein sportlich und der Reiz, sich noch einmal zu beweisen und vor allem die Derbys. Allein seine Erfahrungen werden uns helfen. Wenn er körperlich wieder bei 100 Prozent ist, dann ist vieles bei ihm möglich.

Was ist mit dem Eigengewächs Philip Hauck los?
Philip hat vor der Saison beim Probetraining Dotchev überzeugt und konnte bleiben. Er hat das leider in den Vorbereitungsspielen nicht so nachgewiesen, wie es der Trainer sich wünschte. Momentan ist er nach einer Leistenoperation außer Gefecht gesetzt. Wir erwarten dann eine deutliche Steigerung von ihm.

Wie viel Spieler stehen derzeit im Kader?
21 Feldspieler plus drei Torhüter. Das passt so.

Sind Sie mit den bisherigen Zuschauerzahlen zufrieden?
Sehr zufrieden. Wenn an einem Mittwochabend gegen Aalen 8.000 kommen, so ist das gut und gegenüber der Zweiten Bundesliga ähnlich. Der Mannschaft ist es gelungen, ihre Fans wieder mit ins Boot zu holen. Die Sympathien  sind auf beiden Seiten wieder da und ich glaube, alle freuen sich wieder auf ein Heimspiel im Sparkassen Erzgebirgsstadion.

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