Auf Humboldts Spuren durch die Silberstadt

Große Bergparade und Zapfenstreich zur Verleihung des Welterbetitels am 14. September in Freiberg

Die TU Bergakademie Freiberg und die Silberstadt Freiberg feiern in diesem Jahr den 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt. So steht der 14. September in der Bergstadt auch ganz im Zeichen von Alexander von Humboldt, an seinen 250. Geburtstag. Denn hier lebte und studierte er fast ein Jahr lang.
Alexander von Humboldt hatte die Matrikelnummer 357 an der Bergakademie in Freiberg und studierte bis zum 26. Februar 1792 auf den Gebieten der Natur- und Montanwissenschaften. Zudem beschäftigte er sich mit der Entwicklung technischer Geräte wie dem Licht-Erhalter. Zu seiner wohl berühmtesten Entdeckung in Freiberg zählt die unterirdische Pflanzenwelt, die er 1793 in seinem Band „Flora Fribergensis“ veröffentlichte. Viele der dort vorkommenden Arten hat Humboldt erstmalig entdeckt und neu beschrieben.
Gemeinsam mit der Universitätsstadt Freiberg und der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V. führt die große Bergparade am 14. September „Auf Humboldts Spuren“ ab 17 Uhr vom Humboldt-Denkmal am Werner-Platz zu vielen Stationen (unter anderem Alte Mensa, Akademiestraße und Weingasse) an denen Humboldt gewirkt und gelebt hat. Dort gibt es nicht nur interessante Informationen zu Humboldt, sondern auch ein „Treffen mit ihm selbst“ und seinem Lehrer Abraham Gottlob Werner sowie seinem Kommilitonen Johann Carl Freiesleben. Die Parade endet mit einer Aufwartung im Schlosshof.
Das in Freiberg erlangte Rüstzeug nutzte Humboldt für sein gesamtes Forscherleben und seine berühmten Expeditionen nach Russland und Lateinamerika. Er war ein ‚MINT-Student‘ der ersten Stunde und ist mit seinen Idealen der Weltoffenheit und Courage bis heute beispielgebend für die TU Bergakademie Freiberg und ihre Universitätsstadt.
Nach der Bergparade zu Ehren von Alexander von Humboldt, geht das Feiern in der Bergstadt weiter und zwar zur Auszeichnung mit dem Welterbetitel der „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“. Bereits um 19 Uhr beginnt dann die große Welterbe-Feier mit Deutsch-Pop der Band „berge“ auf dem Obermarkt.
Ab 21 Uhr findet dann der Große Sächsische Bergmännische Zapfenstreich des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. mit ca. 500 Uniformträgern, darunter 216 Bergmusiker, aus der ganzen Montagregion, statt. Die Welterbe-Urkunde wird durch die Staatsministerin des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland Michelle Müntefering an Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht.
Auf einer Welterbe-Meile präsentieren sich ab 15 Uhr zudem verschiedene Welterbe-Bestandteile der „Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí“.
Den Titel trägt die Region nach über 19 Jahren Arbeit seit 6. Juli dieses Jahres. Die weltweite Bedeutung der Bergakademie seit ihrer Gründung im Jahre 1765 hat dabei wesentlich zur erfolgreichen Begründung des Antrages beigetragen. In der Freiberger Altstadt gehören die Gebäude der TU Bergakademie Freiberg (Komplex Akademiestraße/Prüferstraße, Wernerbau) auch die Anlagen des Forschungs- und Lehrbergwerkes „Reiche Zeche“ sowie die „Alte Elisabeth“ zu den insgesamt 176 Objekte der Montanlandschaft Freiberg. Die TU Bergakademie Freiberg ist damit eine der wenigen Hochschulen weltweit, die dieses Prädikat künftig für sich in Anspruch nehmen kann.
Passend zu den Feierlichkeiten gibt es am 14. September, Im Rahmen der 23. Silbermann-Tage um 19 Uhr noch ein Konzert in der Nikolaikirche. Dieses steht unter dem Thema: „Viva la Música! Konzert für den Weltentdecker“. „Es wird eine (Barock)Musikalische Spurensuche, ein musikalisches Nachverfolgen der Reisen von Humboldt“, erklärt Domkantor Albrecht Koch. Das Festkonzert gestaltet das Ensemble Seconda Prat!ca aus Amsterdam. Karten dafür gibt es an allen Vorverkaufsstellen.

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