AUFbrüche ist Titel für Chemnitzer Kulturhauptstadtbewerbung

Projektleiter Ferenc Csák und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bei der Präsentation des Titels. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Unter dem Titel “AUFbrüche. Opening Minds. Creating Spaces” bewirbt sich die Stadt Chemnitz um den Titel Kulturhauptstadt 2025. “In den letzten 14 Monate wurde gesammelt und geprüft, welche Überschriften stehen könnten”, erklärt Projektleiter Ferenc Csák den Prozess. Am Ende seien immer die Worte Brüche und Aufbrüche gefallen, die für Chemnitz prägend waren.

Wenn Chemnitz etwas im Blut liegt, dann sind es AUFbrüche: zur führenden Industriestadt Deutschlands am Beginn des 20. Jahrhunderts, zum führenden Maschinenbauer in Mittelosteuropa während des Kalten Krieges und zum aufstrebenden mittelständischen Wirtschaftsstandort seit der Jahrtausendwende. Auch viele Brüche prägten das Leben hier: Zwei Stadtnamen, die Wende, verschiedene Gesellschaftssysteme, die Suche nach der eigenen Identität.

Der nun ins Leben gerufene Titel ist aber nicht in Stein gemeißelt. “Ich erhoffe mir kontroverse Diskussionen”, sagte Czák bei der Präsentation. Denn das Wichtigste sei, dass die Chemnitzer mitgenommen werden und eigene Ideen einbringen. Um das zu befördern, fand am Dienstag auch schon das erste Gespräch mit Bürgerbeteiligung im Stadthallenpark statt. Weitere Interaktionen sollen in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

Drei Handlungsfelder hat Chemnitz im Zuge der Bewerbung definiert, aus denen sich der Titel “AUFbrüche. Opening Minds. Creating Spaces” ergab.

Neue Räume geben.
„Gebt Raum!“ lautet die Devise der städtischen Kulturstrategie 2030. Die Stadt eröffnet neue Denk- und Handlungsräume – und öffnet sich für eine Kulturregion entlang des Chemnitzer Modells. Chemnitz bietet jenen Raum, in dem Träume wahr werden können.

Arbeit neu vernetzen.
Die Digitalisierung wandelt die Arbeitswelt. Co-Creation und Transformation bestimmen den Lebensalltag. Neue Netzwerke und Arbeitsmodelle entstehen.
Spuren für eine gemeinsame Zukunft.
Der Mut zur Vergangenheit wird zum Impuls für eine europäische Zukunft. Nur wer die eigene Geschichte kennt, kann sie auch weiterschreiben.

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