Aus Liebe zum Erzgebirge: Schwibbogenbauer aus dem Norden gehen auf Wanderausstellung

Aus den Händen von LST-Fertigungsleiter Michael Melzer (l.) konnten Heike und Wolfgang Lorentz heute diese kleine Version des Hohenstein-Ernstthaler Schwibbbogens in Empfang nehmen. Foto: Cindy Haase

Chemnitz. Aus Liebe zum Erzgebirge sei die Idee entstanden, erinnert sich Heike Lorentz. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, die Tradition der erzgebirgischen Volkskunst auf ganz besondere Weise wach zu halten. Die Wanderausstellung “Schwibbogen am Ortseingang – Wandern und Wachsen” soll ab Adent 2019 mit 51 Schwibbögen im Erzgebirge unterwegs sein.

Die Besonderheiten: Das Ehepaar Lorentz stammt gar nicht aus dem Erzgebirge sondern aus dem Norden und zwar aus Wedemark. Dort ist die Wiege ihrer Schwibbogensammlung. Vor dreien Jahren kamen sie das erste Mal nach Johanngeorgenstadt – der Wiege der Schwibbögen. “Wir wollten etwas schaffen, was es in der Form noch nicht gibt”, erinnert sich Wolfgang Lorentz. So entstand die Idee, die im Erzgebirge oft am Ortseingangbereich befindlichen überdimensionalen Schwibbögen in der heimischen Werkstatt nachzubauen und eine Wanderausstellung zu organisieren.

Am heutigen Freitag fügten sie ihrer Sammlung ein weiteres Exemplar hinzu und dieses ist ein ganz Besonderes: Im Gegensatz zu den etwa 50 Schwibbögen, die bisher zusammen getragen wurden und deren Originale alle im Erzgebirge im öffentlichen Raum stehen, ist dieser nicht aus Holz sondern aus Metall. Gefertigt wurde er von der Firma LST in Chemnitz, die auch die 5 x 2,50m große Originalvorlage geschaffen hat. Es handelt sich um den Sachsenring-Schwibbbogen der Stadt Hohenstein-Ernstthal.

“Das ist normales Schwarzblech, verzinkt und pulverbeschichtet”, verrät LST-Fertigungsleiter Michael Melzer die Spezifikationen des rund 75 Zentimeter breiten kleinen Nachbaues. Die anderen Ausstellungsstücke sind aus Sperrholz in 5,5 mm Dicke und ebenfalls 75 Zentimter Breite. “Unser Ziel ist es, den Menschen die Vielfalt der Motive und die Geschichte zum Bogen näher zu bringen”, verrät Heike Lorentz.

Die erzgebirgsaffinen Norddeutschen betonen, dass es sich um eine nicht kommerzielle Ausstellung handelt und sie weder Schwibbögen der Ausstellung noch deren Vorlagen verkaufen.

Service
Auch wenn die vorweihnachtliche Zeit noch etwas hin ist, können sich INteressenten schon mal folgende Termine vormerken:

1 Advent 2019 – 28 Februar 2020: Beginn der Wanderausstellung “ Schwibbögen am Ortseingang –  „Wandern und Wachsen“ in Johanngeorgenstadt/Erzgebirge

06.03. 2020 „Schwibbögen am Ortseingang – Wandern und Wachsen“ in Olbernhau / Museum/ Erzgebirge

Weitere Termine unter: schwibbogen-wedemark.de/termine/

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