Bäumchen lechzt nach Wasser

Bis zu sieben Fässer füllt Diana Dreger, Mitarbeiterin beim Garten- und Friedhofsamt, an den vielen trockenen Tagen auf. Pro Ladung sind das 1.800 Liter. Foto: Alice Jagals

Von Alice Jagals.

Zwickau. So ein richtig großer Schluck Wasser bei den Temperaturen ist schon was Feines. Was für uns Menschen kein Problem ist, sieht bei der Pflanzenwelt schon anders aus. Und auch, wenn es in dieser Woche etwas Nass von oben kam, so ist das längst nicht ausreichend.

Erinnert man sich nur an die gelben „Strohwiesen“ vom letzten Sommer. „Bei denen ist der Wassermangel aber nicht ganz so schlimm“, weiß Jörg Voigtsberger, Leiter des Garten- und Friedhofsamtes. „Das Gras erholt sich recht schnell wieder. Anders sieht das bei den Blumen und jungen Bäumen aus.“ So wäre der Boden bereits so vertrocknet, dass man nun verstärkt gießt und sich Hilfe von Außen holt. „Das sind zum einen Garten- und Landschaftsfirmen und zum anderen die Feuerwehr“, sagt Voigtberger. Besonders schnell von Trockenheit geplagt ist der Bereich um das Muldeparadies. Dort, wo sich der Tunnel befindet kann entsprechend weniger Wasser aufgrund der geringen Tiefe gespeichert werden.

Der tägliche Guss Wasser ab 6 Uhr morgens ist eigentlich untypisch, aber in Folge des vergangenen Sommers mittlerweile normal. Das Wasser wird dabei in Tankwagen gebracht oder auch über Zysternen rangeschafft. An manchen Bäumen – beispielsweise in der Nähe des Schwanenteichs – hängen sogar Wassersäcke, die die Flüssigkeit nach und nach an die Pflanzen abgeben. Das Umweltamt bittet mittlerweile auch die Bevölkerung, mehrere Eimer Wasser auf Bäume und Sträucher zu schütten, was der Erfahrung nach der eine oder andere auch mache. aj

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