Bald 10 Euro Mindestlohn?

Kommentar zum Thema Mindestlohn.

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Foto: pixabay.com

Viel Lärm um nichts…

Von Sven Günther
Was ist das Gegenteil eines Gutmenschen? Ein Anti-Gutmensch? Ein böswilliger Kerl, der garstig auf die Dinge schaut, sich nicht von wohlklingend-salbungsvollen Worten einschmeicheln lässt? Lese ich die Bilanz der Gewerkschaft NGG in Sachen Mindestlohn, dann zähle ich in jedem Fall zur letzten Sorte.
Natürlich ist es schön, wenn alle Erzgebirger viel verdienen. Keine Frage! Die Frage ist, ob sie, wie vom Tarifautonomiestärkungsgesetz (schon der Name macht skeptisch…) beabsichtigt, am Ende des Monats oder des Jahres mehr Geld in der Tasche haben.
Bleibt man im Bild des Anti-Gutmenschen, könnte man den Politikern unterstellen, dass sie mit der Einführung des Mindestlohnes zwar die Taschen des Staates (Lohnsteuer, Rentenversicherung) besser füllen, es den Menschen aber keinen Deut besser geht.
Weil Prämien und Zuschläge gestrichen worden! Weil ich beim Bäcker inzwischen für ein Brot drei Euro bezahlen muss, für ein Stückchen Kuchen über einen Euro! Weil Taxifahrten teurer geworden sind, Restaurantbesuche, Dinge des täglichen Bedarfs, Handwerker höhere Preise verlangen!
Nicht, dass ich die Geschäfte und Firmen deshalb kritisierte. Nein. Sie werden von der Politik zu Preiserhöhungen gezwungen, können sonst nicht weiter existieren. Der Kunde zahlt die Zeche – und die Politiker können sich in den Debatten über den Mindestlohn profilieren. Viel Lärm um nichts! Offenbar bin ich kein Gutmensch…

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