Barbara Klepsch beschenkt Königin Silvia

Silvia von Schweden lächelt freudig, als sie das Geschenk in den Händen hält. Eine Spieldose “Zwei Tänzer im Bogen” der erzgebirgischen Weltfirma Wendt&Kühn aus Grünhainichen.
Die Dose steckte in einer Schachtel, die von der Firma Sacher (“Kästchen für Kostbares”) aus Annaberg-Buchholz in Handarbeit hergestellt werden. Gerade bekam das Unternehmen für die Schmuckkassette “Jasmin” die Auszeichnung “Manufakturprodukt des Jahres” in der Kategorie Tradition. Foto: Jörg Förster/SMS

Königliches Geschenk

Von Sven Günther
Stockholm/Dresden/Erlabrunn. Was schenkt man einer Königin, die aus Deutschland stammt und über die Schweden herrscht. Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) stellte sich diese Frage vor ihrem Besuch von Königin Silvia im Stockholmer Schloss. Etwas aus der Heimat sollte es sein. Aber auch etwas, das einen Hauch von Internationalität versprüht.

Dass sie das richtige Präsent gewählt hat, verrät das Foto. Silvia von Schweden lächelt freudig, als sie das Geschenk in den Händen hält. Eine Spieldose “Zwei Tänzer im Bogen” der erzgebirgischen Weltfirma Wendt&Kühn aus Grünhainichen.
Die Dose steckte in einer Schachtel, die von der Firma Sacher (“Kästchen für Kostbares”) aus Annaberg-Buchholz in Handarbeit hergestellt werden. Gerade bekam das Unternehmen für die Schmuckkassette “Jasmin” die Auszeichnung “Manufakturprodukt des Jahres” in der Kategorie Tradition.
Die Internationalität steckt im Inneren. Ein 36-stimmiges Musikwerk aus der Schweiz spielt Tschaikowskys “Blumenwalzer”. Den Entwurf schuf Grete Wendt im Jahr 1956 – weitaus später als die meisten anderen Spieldosen, die bereits in den 1920er und 1930er Jahren entstanden.

Anlass des Gespräches waren die sächsischen Childhood-Aktivitäten zur Betreuung minderjähriger Opfer von Missbrauch und Gewalt. Königin Silvia engagiert sich stark für den Kinderschutz und hat dafür vor 20 Jahren die World Childhood Foundation gegründet. 2018 eröffnete sie das bundesweit erste Childhood-Haus auf dem Gelände des Universitätsklinikums in Leipzig. Derzeit laufen die Planungen zur Errichtung eines zweiten Childhood-Hauses in Dresden.
Barbara Klepsch: “Es ist mir eine große Ehre, mit der schwedischen Königin über neue Wege im Kinderschutz zu sprechen. Während der Betreuung der Opfer und der strafrechtlichen Verfolgung der Täter muss das Kindeswohl daher höchste Priorität haben. Zusammen mit der World Childhood Foundation der Königin unterstützen wir im Freistaat Sachsen die ersten Projekte in Deutschland, die diesen Ansatz verfolgen“.

Landarzt-Quote in Erlabrunn gefordert

Kurz vor dem Besuch in Schweden weilte Gesundheitsministerin Klepsch im Erzgebirge, besuchte zusammen mit dem Schwarzenberger CDU-Landtagskandidaten Falk Haude das Klinikum Erlabrunn um aktuelle medizinische Herausforderungen vor Ort zu besprechen.
Die Kliniken Erlabrunn sind ein Krankenhaus der Regelversorgung mit 320 Planbetten und 20 tagesklinischen Plätzen.
Das Krankenhaus ist zudem ein wichtiger Arbeitgeber in der Region um Erlabrunn. Seit 1991 erhielt das Krankenhaus rund 48,2 Mio. Euro Fördermittel vom Freistaat Sachsen.
Im Gespräch mit der Klinikleitung wurde schnell der „wunde Punkt“ benannt – es fehlt an jungen Ärzten auf dem Land! Um die medizinische Absicherung zu gewährleisten, so Klepsch, müssen zusätzliche Studienplätze geschaffen und eine Landarzt-Quote eingeführt werden. Außerdem ist geplant, eine sektorenübergreifende Versorgung zu ermöglichen – die Öffnung von Krankenhäusern für mehr ambulante Versorgungsangebote.

Dr. Constanze Fisch (Geschäftsführerin Klinik Erlabrunn), Ministerin Barbara Klepsch (CDU), CDU-Landtagskandidat Falk Haude, Geschäftsführerin Heidrun Ballmann Geschäftsführerin und Bürgermeister Ralf Fischer. Foto: Uwe Zenker

 

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