Berlin, Berlin – Clara Bünger sitzt in Berlin

Clara Bünger (DIE LINKE), Erzgebirge I), die für Katja Kipping (wechselte in den Berline Senat) nachrückte. Foto: BenGross/CDU

 

Sie sind die Neulinge, erstmals gewählt in den Deutschen Bundestag. Acht Politiker aus Südwestsachsen sind unsere neuen Stimmen in Berlin. Der WochenENDspiegel wollte wissen, wie sie sich in der Hauptstadt eingerichtet haben, stellte auch Fragen abseits der Politik.

Hier antwortet Clara Bünger (DIE LINKE, Wahlkreis Erzgebirge I), die für Katja Kipping (wechselte in den Berliner Senat) nachrückte

WOCHENENDSPIEGEL:
Was war Ihre erste politische Amtshandlung in Berlin?

CLARA BÜNGER:
Meine erste politische Amtshandlung waren kleine Anfragen zum Thema Asyl und die Verwertung von Handydaten. Da ich etwas verspätet in den Bundestag nachgerückt bin, hatte ich leider nicht die Einarbeitungszeit wie es eigentlich üblich ist. Ich musste gleich in die Vollen gehen. Dafür sind wir das Büro, welches am schnellsten in der Geschichte des Bundestags Online gegangen ist.

WOCHENENDSPIEGEL:
Wie groß ist Ihr Büro?

CLARA BÜNGER:
Das Büro ist relativ pragmatisch. Ein Standartbüro wie meins ist 18 Quadratmeter groß. Es gibt einen Schreibtisch, ein Regal und Sitzmöglichkeiten für Gespräche. Für sehr viel mehr ist auch kein Platz. Der ist wirklich vollkommen ausreichend.

WOCHENENDSPIEGEL:
Gibt es ein Stück Heimat in Ihrem Büro?

CLARA BÜNGER:
Momentan ist es noch alles etwas karg eingerichtet, weil wir so schnell arbeitsfähig werden mussten. Die liebgewonnen persönlichen Gegenstände aus der Heimat werden später ihren Platz bekommen. Aber alles zu seiner Zeit, die Arbeit hat Vorrang. Wir müssen einiges an Zeit aufholen.

WOCHENENDSPIEGEL:
Wie finden Sie das Essen in der Bundestags-Kantine oder gehen Sie zum Imbiss um die Ecke?

CLARA BÜNGER:
Das Essen in der Bundestagskantine ist eigentlich ganz gut. Hier im Regierungsviertel gibt es erstaunlich wenige Möglichkeiten für ein Imbis außer Haus. Meist bring ich mir etwas mit, um zwischen den Terminen zu essen.

WOCHENENDSPIEGEL:
Wo schlafen Sie in den Berliner Wochen?

CLARA BÜNGER:
Ich wohne schon seit einiger Zeit in einer noch sehr ursprünglichen Ecke in Berlin-Neukölln zur Miete. Da ich vorher bei einer Abgeordneten als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet habe, hat sich an meiner Wohnsituation nichts geändert. Auch der Arbeitsweg ist natürlich der Gleiche geblieben.

WOCHENENDSPIEGEL:
Was haben Sie sich GANZ anders vorgestellt?

CLARA BÜNGER:
Auch hier war meine vorherige Arbeitsstelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin sehr hilfreich. Im Großen und Ganzen wusste ich was auf mich zukam. Viel Arbeit und wenig Schlaf. Das selbst zu erleben ist dann natürlich etwas anders. Aber in dem Wissen habe ich mich zur Wahl gestellt und mich bewusst dafür entschieden. Und für die Bürgerinnen und Bürger des Erzgebirges im Bundestag eine Stimme zu sein, dass ist es auf alle Fälle wert.“

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