Berlin, Berlin – Thomas Dietz sitzt in Berlin

Thomas Dietz mit seiner Büroleiterin Shuting Zhang. Sie hat in Deutschland u.a. Technisches Deutsch studiert und lebt mit ihrem chinesischen Mann in Berlin. Sie ist bereits seit der 19. Wahlperiode für die AfD im Bundestag tätig. Foto: AfD

Fragen abseits der Politik

Sie sind die Neulinge, erstmals gewählt in den Deutschen Bundestag. Acht Politiker aus Südwestsachsen sind unsere neuen Stimmen in Berlin. Der WochenENDspiegel wollte wissen, wie sie sich in der Hauptstadt eingerichtet haben, stellte Fragen abseits der Politik.

Hier antwortet Thomas Dietz (AfD, Wahlkreis Erzgebirge I)

WOCHENENDSPIEGEL:
Was war Ihre erste politische Amtshandlung in Berlin?
THOMAS DIETZ:
Ich habe mit zehn weiteren Abgeordneten eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe eingereicht, gegen die derzeit geltende 2G-Regelung für Hotelübernachtungen in Berlin
In der gleichen Woche habe ich den Bundeskanzler nicht gewählt

WOCHENENDSPIEGEL:
Wie groß ist Ihr Büro?
THOMAS DIETZ:
Mein Büro hat drei Räume, die Quadratmeter sind mir nicht bekannt, aber es ist sehr schön und von der Größe vollkommen ausreichend.

WOCHENENDSPIEGEL:
Gibt es ein Stück Heimat in Ihrem Büro?
THOMAS DIETZ:
Für ein Stück Heimat im Büro hatte ich bisher noch keine Muße. Zuerst hatten wir nur ein vorläufiges Büro und konnten erst kürzlich umziehen. Die fehlenden Möbel sind am 13. Dezember gekommen.
Ich werde mir aber Erzgebirgische Kunst von zu Hause mitbringen und ein paar Mineralien aus dem Bergbau als Dekoration.

WOCHENENDSPIEGEL:
Wie finden Sie das Essen in der Bundestags-Kantine oder gehen Sie zum Imbiss um die Ecke?
THOMAS DIETZ:
Die Bundestags-Kantine ist absolut in Ordnung. Und es schmeckt auch recht gut.
Wechselnde Stammessen, gute Salattheke und preisgünstig. Oft vergesse ich derzeit noch das Essen, dann bleibt es bei Schokolade, Kaffee und Keksen.

WOCHENENDSPIEGEL:
Was kostet ein durchschnittliches Gericht?
THOMAS DIETZ:
5-7 Euro.

WOCHENENDSPIEGEL:
Wo schlafen Sie in den Berliner Wochen?
THOMAS DIETZ:
Ich schlafe normalerweise noch im Hotel. Da man aber als gesunder täglich getesteter Mensch seit der zweiten Dezemberwoche in Berlin nicht mehr im Hotel übernachten darf, bin ich derzeit in der Wohnung meines Sohnes untergekommen.

WOCHENENDSPIEGEL:
Was haben Sie sich GANZ anders vorgestellt?
THOMAS DIETZ:
Ich habe mir den Bundestag als höchstes demokratisches Parlament in Deutschland vorgestellt. Doch leider ist die Demokratie derzeit oft nur schöne Fassade. Anspruch und tatsächliches Handeln unterscheiden sich.
Parteien die sich täglich öffentlich selbst versichern müssen, demokratisch zu sein, handeln in der Praxis derzeit oft anders.
Zum Beispiel bei der Konsolidierung der Ausschüsse und der Wahl der Ausschussvorsitzenden. Jahrzehnte alte demokratische Gepflogenheiten wurden hier gebrochen.
Aber die Wähler werden sich darüber selbst ihr Urteil bilden.

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