Betrug im Internet – die miesesten Fallen der Abzocker

Die Internetkriminalität nimmt zu. Foto: Pixabay.com © geralt

Internetbetrug ist heutzutage in aller Munde. Wo immer mehr Onlineportale entstehen, nimmt auch die Kriminalität in den Netzwerken zu. Der Verbraucherschutz warnt regelmäßig vor Abzockern im Internet und mahnt davor, nicht unachtsam mit persönlichen Daten umzugehen.

Trendspiel Lotto: So schützen sich Teilnehmer vor unseriösen Anbietern

Schon vor vielen Jahren war die Ziehung der Lottozahlen das Highlight des Mittwochabends. Samstags saß sogar oft die ganze Familie auf dem Sofa und wartete gespannt auf die Verkündung der Zahlen. Um mitzuspielen, mussten die Glücksspielfans Lotto-Annahmestelle aufsuchen und von Hand ausgefüllte Scheine abgeben. Heute braucht keiner mehr das Haus verlassen, um seinen Tipp einzureichen. Immer mehr Onlineportale bieten das Glücksspiel „6 aus 49“ an. Doch wo viele Anbieter aufeinandertreffen, gibt es auch immer wieder Schwarze Schafe. Betrugstester nehmen die populärsten Anbieter unter die Lupe und informieren Verbraucher über deren Seriosität. Es ist also ratsam, das Lottoportal der Wahl genauesten zu überprüfen.

Unzählige Portale bieten Glücksspiele im Internet an – eine große Gefahr für Verbraucher

Nicht nur im Landkreis Zwickau greifen die Bewohner gerne auf Onlinespiele zurück. Dabei muss unterschieden werden, ob diese zu Unterhaltungszwecken oder als Glücksspiel fungieren. Während sogenannte Gaming-Portale in der Regel keines, bis wenig Geld von ihren Nutzern verlangen, geben Nutzer beim Glücksspiel oft hohe Summen aus.

Durch das bequeme Teilnehmen von Zuhause aus sind Verbraucher sich oftmals nicht darüber im Klaren, wie viel sie in ihre neue Leidenschaft investieren. Kasinos schließen in der Regel irgendwann ihre Türen. Im Internet ist das Glücksspiel allerdings rund um die Uhr möglich. Das ist eine große Gefahr für Verbraucher, die schnell unüberschaubar wird. Es wird empfohlen, die eigene Aktivität auf Glückspielportalen genauestens im Blick zu behalten und ein monatliches Maximum für Ausgaben festzulegen.

Eine noch größere Gefahr verbirgt sich hinter Abzockern im Netz. Verbraucher investieren ihr Geld, in der Hoffnung Gewinne zu erzielen. Die Betrüger legen jedoch von vorneherein fest, dass keine oder nur sehr wenig Gewinnausschüttung stattfindet.

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Wer hilft im Falle eines Internetbetruges

Verbraucherschutzorganisationen stehen Opfern von Internetbetrug mit Rat zur Seite. Sie informieren sie über mögliche Maßnahmen und leiten sie an zuständige Behörden weiter. Im Einzelfall lassen sich sogar Ratschläge einholen, wie ein Schadensersatz geltend gemacht wird.

Der wichtigste Ansprechpartner im Falle einer Onlineabzocke ist die Polizei. Diese ist für die Verfolgung von Straftaten zuständen. Auch oder gerade im Internet ist Betrug eine ernst zu nehmende Straftat, die entsprechend zu ahnden ist. Sobald die Meldung bei der Polizei eingeht, beginnt diese mit ihren Ermittlungen. Zuerst müssen sie den Täter ausfindig machen. Dies ist mittels der IP-Adresse des Anbieters möglich. Diese Adresse wird allen Geräten zugewiesen, die im Netzwerk unterwegs sind. Dadurch sind diese adressierbar und lassen sich zuordnen.

Viele Onlinebetrüger agieren jedoch aus dem Ausland. Sie haben verschiedene Konten auf der Welt verteilen und verknüpfen ihre Netzwerke innerhalb anderer Länder. Ist dies der Fall, erfolgt die Strafverfolgung auf internationaler Ebene. Behörden und Beamte aus den betroffenen Ländern erhalten die nötigen Informationen und beginnen Ermittlungen vor Ort durchzuführen.

So Schützen sich Verbraucher davor, Opfer von Internetbetrug zu werden

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Die Verwendung eines effizienten Antiviren-Programmes ist bei jeder Nutzung des Internets ratsam. Vor allem wer auf Gaming- und Glücksspielportalen surft, sollte immer eine funktionierende Firewall haben. Entsprechende Updates halten das Programm auf dem neuesten Stand und warnen nicht nur vor unsicheren Webseiten. Der eigene Computer mitsamt seiner Dokumente wird vor Viren, Trojanern und der Einsicht durch Dritte geschützt. Häufig betroffen sich auch Unternehmer. Sie erhalten mit Trojanern behaftende Bewerbungen, wie es in Chemnitz bereits vorkam.

Persönliche Daten sind niemals offen preiszugeben. Bevor Verbraucher ihre Adresse oder andere sensible Informationen weitergeben, sollten diese sich genauestens über die Webseite informieren. Aufschlussreich kann ein Blick in das Impressum sein. Sind alle wichtigen Inhalte vorhanden? Klingt die angegebene Adresse plausibel? Letzteres lässt sich auch über einen Kartendienstanbieter überprüfen.

Vorsicht mit Bankdaten! Vor allem Kreditkartendaten sind niemals im Internet preiszugegeben. Eine sinnvolle Alternative ist der Anbieter PayPal, welcher die persönlichen Daten schützt und lediglich die Zahlung veranlasst. Informationen wie Kontonummer oder Adresse werden dem Empfänger dabei nicht übermittelt.

Immer häufiger kursieren E-Mails durch das Netzwerk deren Inhalte darin bestehen, Empfänger zu einer Zahlung aufzufordern. Bei dem beigefügten Anhang handelt es sich zumeist um einen Virus oder eine leere Datei. Die Absender kennen oftmals die Adresse oder die Telefonnummer ihres Opfers. Wer von diesen Nachrichten betroffen ist, sollte diese dem Verbraucherschutz melden und die E-Mail umgehend löschen. Rechnungen und Zahlungserinnerungen sind entweder per Post oder als geschütztes Dokument zu versenden. Eine einfache Nachricht mit einer Zahlungserinnerung ist äußerst unseriös.

Millionen Nutzer sind bereits in sogenannte Abofallen getappt. Dabei wird eine kostenlose Software oder Internetdienste offeriert, um zum Klick zu verleiten. Der Nutzer muss anschließend seine persönlichen Daten sowie eine korrekte E-Mail Adresse angeben. Obwohl der Staat mit einer neuen Gesetzgebung diese Art des Internetbetruges unterbinden wollte, finden Betrüger häufig noch Lücken. Anstelle des geforderten Hinweises „hierbei handelt es sich um eine zahlungspflichtige Leistung“, umschreiben die Abzocker den Hinweis sehr geschickt. Wer Opfer einer solchen Betrugsmasche wurde, soll Zahlungsaufforderungen ignorieren und dem Vertrag offiziell widersprechen. Bei weiterer Belästigung empfiehlt es sich, die Behörden oder den Verbraucherschutz zu alarmieren.

Suchmaschinen sind nur eingeschränkt vertrauenswürdig. Abzocker wissen, welche Kriterien sie erfüllen müssen, um bei Suchmaschinenanbietern zu erscheinen. Sie entwickeln seriös wirkende Webseiten mit effektivem Inhalt. Die Suchmaschinen sind nicht in der Lage, Betrüger zu erkennen und zu filtern. Dementsprechend dürfen Internetnutzer nur bedingt den gelieferten Ergebnissen trauen.

Spendenaufrufe sind ebenfalls ein beliebtes Werkzeug der Onlinebetrüger. Verbraucher werden aufgefordert, Geldbeträge für Tierhilfen und Kinderheime zu spenden – oft an ein ausländisches Konto. Die Spende erreicht jedoch nicht ihren Empfänger. Daher wird empfohlen, sich gut über die Organisation zu informieren sowie Geld- und Sachleistungen direkt bei den bekannten Tierheimen abzugeben.

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