Bewerbung: „Kulturhauptstadt Europa 2025“

Die Protagonisten letzten Donnerstag (9. Juli) im alten Stadtbad in Annaberg-Buchholz.
Foto: Ernesto Uhlmann

Annaberg-Buchholz. Die Stadt Chemnitz könnte schon bald den Titel „Kulturhauptstadt Europa 2025“ tragen. Die Bewerbung läuft. Das Bewerbungsbuch muss am 21. September 2020 abgegeben werden. Um dieses Ziel zu erreichen, will sich die „Stadt der Moderne“ jetzt enger mit den umliegenden Kommunen vernetzen, unter anderem mit dem Erzgebirge näher zusammen rücken. Anlässlich dessen kam letzten Donnerstag (8. Juli) die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig mit den Bürgermeistern der entsprechenden Städte und Gemeinden im alten Stadtbad in Annaberg-Buchholz zusammen, um unter anderem über mögliche Potentiale zu sprechen und sich über gemeinsame Projekte innerhalb der Bewerbung als „Kulturhauptstadt Europas 2025“ auszutauschen. Vor Ort waren zudem Marco Wanderwitz, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Ostbeauftragter der Bundesregierung, sowie die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch.

Stimmen

Marco Wanderwitz (Ostbeauftragter der Bundesregierung): „Es ist eine große Chance für die Region, die großartigen baulichen Zeugnisse der Industrialisierung und die Kunst der Moderne einem europäischen Publikum vorzustellen.“

Barbara Klepsch (Sächsische Staatsministerin): „Eine erfolgreiche Bewerbung von Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt käme nicht nur dieser Stadt zu Gute, sondern würde auch positiv auf die gesamte Region ausstrahlen.“

Barbara Ludwig (Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz): „Die Kulturregion entlang des Chemnitzer Modells ist schon heute ein Gewinn. Allein die Tatsache, dass wir uns nicht treffen, um gemeinsame Probleme zu besprechen, sondern um gemeinsame Chancen zu ergreifen, ist einer der positiven Effekte aus dem Bewerbungsprozess. … Wir wollen Europa erzählen, wie wir es dank kreativer Ideen und einer kulturbasierten Strategie schaffen, für die Herausforderungen unserer Zeit Lösungen zu finden. Wir sind stärker mit der Region. Durch verbindliche Projekte in den beteiligten Kommunen sollen alle gewinnen.“

Rolf Schmidt (Oberbürgermeister der Stadt Annaberg-Buchholz): „Unser UNESCO-Welterbe und unsere dabei gewonnenen Erfahrungen wollen wir ebenso in die Bewerbung zur Kulturhauptstadt einbringen. Davon profitieren alle. Wenn Europa nach Chemnitz schaut, schaut es automatisch auch ins Erzgebirge und nach Annaberg-Buchholz. Diese Zusammenarbeit ist für uns alle wichtig, z. B. für den Tourismus in der Region und die demografische Entwicklung. Mit den Projekten Bahncampus, der Kinder-Uni und dem Seniorenkolleg, die wir gemeinsam mit der TU Chemnitz betreiben, können wir dabei in Annaberg-Buchholz auf eine gute Basis bauen.“

Neben Chemnitz gehören zur Kulturregion Chemnitz 2025 auch Amtsberg, Annaberg-Buchholz, Aue/Bad Schlema, Augustusburg, Burgstädt, Burkhardtsdorf, Flöha, Frankenberg/Sachsen, Hainichen, Jahnsdorf/Erzgebirge, Lichtenau, Limbach-Oberfrohna, Lößnitz, Mittweida, Neukirchen/Erzgebirge, Niederdorf, Niederwiesa, Niederwürschnitz, Oelsnitz, Olbernhau, Pockau-Lengefeld, Stollberg und Thalheim/Erzgebirge, Zwönitz sowie die assoziierten Partner Freiberg, Zschopau und Zwickau.

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