Bradl kommt als Lorenzo-Ersatz in Top 10

Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig

SachsenringIn der Königsklasse sah man am Wochenende ebenfalls einen deutschen Piloten im Einsatz. Honda-Testfahrer Stefan Bradl sprang für den in Assen verletzten Jorge Lorenzo ein und durfte somit zum ersten Mal in einem offiziellen Werksteam auf der Honda Platznehmen.

Der Zahlinger machte seine Sache gar nicht so schlecht und erhielt viel Lob und Anerkennung seines Teams. Im Rennen zeigte sich Bradl mit konstanten 1:22er Rundenzeiten und hielt stets mit der Gruppe mit, die um die Top Ten kämpfte. Vor heimischen Publikum setzte sich Bradl zunächst gegen KTM Red Bull Factory Racing – Pilot Pol Espargaro durch und übernahm dessen elften Platz. Später verbesserte er sich um einen weiteren Rang und fuhr damit ein Top Ten-Ergebnis für das Honda-Werksteam ein.  

Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Die ganze Testarbeit, die wir an diesem Wochenende zu erledigen hatten, hat sich auch für unser Rennen positiv ausgewirkt. Es hat überhaupt sehr viel Freude bereitet, mit dieser Crew zusammenzuarbeiten. Ich bin von Anfang an sehr herzlich empfangen worden und wir haben auch schnell einen guten Draht hinsichtlich der Kommunikation gefunden. Die Zusammenarbeit war wirklich sehr professionell und hat obendrein sehr viel Spass gemacht“, berichtete der Deutsche im Anschluss an das erfolgreiche Heimrennen und sprach über seine Leistung, die er während seines Einsatzes ablieferte.

Einziger Wermutstropfen aus meiner Sicht ist, dass ich in den ersten Runden vielleicht eine Spur zu defensiv unterwegs war. Wenn ich im ersten Renndrittel einen Tick mehr riskiert hätte, dann hätte ich bestimmt mit der Gruppe vor mir mitfahren können. Wie das Resultat dann ausgeschaut hätte, darüber will ich gar nicht lange zu spekulieren anfangen. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Erreichten und was wir an diesem Wochenende geleistet haben, mehr als happy. In meinem zweiten Rennen in diesem Jahr bin ich wieder in die Top-Ten gefahren. Ich denke, das kann sich absolut sehen lassen. Es freut mich riesig, dass ich mein Potenzial erneut abrufen habe können. Diese Performance steigert aber den Appetit auf weitere Rennen. Ich hoffe daher, dass ich in diesem Team noch öfters zum Einsatz komme.“

Von einer Sommerpause, wie die restlichen Piloten der MotoGP kann bei dem 29-Jährigen allerdings keine Rede sein, denn Bradl reist bereits in den nächsten Tagen ins japanische Suzuka, wo er für Honda beim 8-Stunden-Rennen teilnimmt. Im Anschluss daran geht seine Reise zu weiteren Tests weiter, bevor er Anfang August beim Motorrad Grand Prix in Brünn noch einmal den Platz von Jorge Lorenzo einnehmen darf.

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