Brauerei „löscht“ in Waschleithe

Das Team von „Sternquell hilft“ war zu Gast beim Feuerwehrverein Waschleithe e.V. (vorn, von links): Produktmanager Thomas Münzer, Wehrleiter Thomas Schramm, Vorstandsvorsitzende Yvette Garn sowie Gebietsverkaufsleiter Wolfgang Rösch. Foto: Sternquell-Brauerei

Feuerwehr-Einsatz für Vogtland-Brauerei

Waschleithe. Grünhain-Beierfeld (14.08.2020). Es ist überliefert: Im kleinen Ort Waschleithe lebten vor 250 Jahren nur 16 Gärtner und vier Häusler. Die reichen Erz- und Silbervorkommen im Gebiet um das Grünhainer Kloster lockten in den beiden folgenden Jahrhunderten viele Neuansiedler an. Die Bevölkerungszahl stieg und sie erreichte vor 70 Jahren mit etwa 800 Einwohnern ihren Höhepunkt.
Genau in dieser Zeit kam diese historische Handdruckspritze ständig zum Einsatz. Denn wo viele Menschen lebten, dort brachen auch immer wieder Feuer aus. Die Spritze rettete so oft das Hab und Gut der Waschleither. Dann aber brauchte dieser manuelle Feuerlöscher selbst Hilfe. „Unsere Bevölkerung hat die Spritze mehrfach vor den Russen versteckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Buntmetall unglaublich gefragt“, berichten die 26 Kameraden vom Feuerwehrverein Waschleithe e.V.! „Sternquell hilft“ war jetzt mit „Löschwasser“ und 500 Euro in den Ortsteil von Grünhain-Beierfeld geeilt, damit das antike Schmuckstück bald wieder bei historischen Übungen, diversen Wettkämpfen und bei Festumzügen an den Start gehen kann. Denn wieder einmal braucht die Spritze Zuwendung.
Sternquell-Produktmanager Thomas Münzer und Gebietsverkaufsleiter Wolfgang Rösch erfuhren: „Nur, wenn ein Stellmacher die vier Räder restauriert und einige weitere Ausbesserungsarbeiten durchführt, können wir den Schaulustigen wieder das Prunkstück unserer Wehr vorführen“, betont der heutige Wehrleiter Thomas Schramm.
Dass die Spritze auch die ehemalige DDR und bis heute überlebt hat, dass verdankt die inzwischen 110 Jahre alte Rarität Leuten wie Urgestein Steffen Gräßler. 28 Jahre leitete er die Freiwillige Feuerwehr Waschleithe, die im Ernstfall immerhin noch 18 aktive Einsatzkräfte mobilisieren kann.
Die Handdruckspritze bleibt natürlich im Gerätehaus. Sie wird nur zu Festivitäten gezeigt. Noch eiert allerdings das rechte Hinterrad und der Bottich rostet. „Als uns die Pferde ausgegangen waren, da haben wir diese Spritze sogar schon selbst mit vereinter Kraft gezogen.
Das Juwel unseres Ortes muss erhalten bleiben!“ Mit diesen Worten prosteten sich alle Beteiligten bei einem Besprechungsbier zu. Die Vorstandsvorsitzende Yvette Garn erfuhr anschließend von Thomas Münzer: „Als Brauerei sind wir in besonderem Maße unserer Heimat verbunden. Wir wissen aus vielen Erlebnisberichten von Feuerwehrleuten, dass unser Bier nach Einsätzen und Übungen ganz oft zum Einsatz kam und kommt. Und natürlich wollen wir den unglaublichen Zusammenhalt in unserer Region fördern.“ Thomas Münzer überreichte die Förderurkunde. Über 1.000 Euro wird die Instandsetzung vermutlich kosten.

„Sternquell hilft“ konnte damit bereits über 50 Vereinsprojekte fördern. Die Initiative der Plauener Brauerei kommt überall im Vogtland, in Westsachsen, Ostthüringen und im Erzgebirge gut an. Knapp 250 Vereine haben sich in zwischen beworben. Wer mehr wissen darüber möchte, der bekommt auf der Internetseite www.sternquell.de alle weiteren Informationen.

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