„Brummis im Blick“: Bundesweite Polizei-Aktion

Hier wird auf dem Parkplatz am alten MZ-Werk in Zschopau von der Polizei gerade ein Lkw kontrolliert.
Fotos: André Kaiser

Sachsen. Heute morgen startete die bundesweite Polizei-Aktion „Brummis im Blick“. Wie das Sächsische Verkehrsministerium bekannt gab, sind auch rund 500 Beamtn an etwa 60 Kontrollstellen im Freistaat beteiligt. “Im Fokus der Überprüfungen steht dabei der gewerbliche Personen- und Güterverkehr – also Busse und Lastkraftwagen”, so die Information aus Dresden.

Bei der Kontrolle stellen die Beamten fest: Der Lkw ist zu hoch.

Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller erklärt hierzu: „Gerade im Transitland Sachsen ist die Überwachung des zunehmenden Schwerlast- und Güterverkehrs eine wichtige und komplexe Aufgabe der Polizei. Dabei geht es um die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, um Ladungssicherung aber auch um technische Mängel. Gerade Unfälle mit schwerbeladenen Lastwagen oder vollbesetzten Bussen haben meist weitreichende Folgen. Unsere Kontrollen sollen deshalb dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“

Endstation: Der Lkw darf erst einmal nicht weiter fahren.

Ein Kontrollpunkt befand sich an der B 174 bei Zschopau auf dem Parkplatz des alten MZ-Werkes, wo insgesamt 17 Beamte von Polizei und Bundespolizei um 9 Uhr morgens mit den Kontrollen begannen. Für den mobilen Einsatz waren Zivilfahrzeuge und die Motorradstaffel unterwegs.

Die vorläufige Bilanz: Bis 12 Uhr mittags wurden elf Fahrzeuge kontrolliert, 15 Verstöße festgestellt, wie Polizeihauptkommissarin Doreen Göhler dem WochenENDspiegel sagte. Die Öffentlichkeitsbeauftragte: “Wir stellten unter anderem acht Verstöße gegen die Lenk- & Ruhezeit fest. Des Weiteren war ein Fahrzeug überladen, zwei Fahrzeuge überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit (86 statt 60 km/h und 126 statt 100 km/h) und zwei die zulässige Höhe von 4 Metern.”

Polizeihauptkommissarin Doreen Göhler zieht Bilanz des Einsatzes in Zschopau.

Während der eine das Dach seines Hängers absenken konnte und weiter fahren durfte, war für den Brummi-Fahrer aus Ungarn die Fahrt zunächt vorbei, da sein Lkw bis unter die Decke beladen war und er dadurch das Problem nicht beheben konnte. Er musste seinen Lkw erst einmal abstellen. Lediglich ein Fahrzeug kam ohne jeglichen Verstoß durch die Kontrollen.Kontrolliert wurden Fahrzeuge aus Deutschland, aber auch ausländische Lkw u.a. aus Rumänien, Tschechien, Polen und Ungarn.

Dass solch verstärkte Kontrollen auch künftig notwendig sind, dafür sprechen die Statistiken. Laut Innenministerium stieg das Verkehrsaufkommen von Lkw und Busen auf sächsischen Autobahnen in den letzten zehn Jahren um mehr als 50 Prozent. “Bei Unfällen mit Bussen und Lastkraftwagen kamen auf sächsischen Straßen im Jahr 2017 insgesamt drei Menschen, 2018 insgesamt 14 Personen ums Leben. Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg von 141 im Jahr 2017 auf 158 im letzten Jahr.”

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