Bürgermeister Marcel Schmidt: Eine lebenswerte Stadt

Bürgermeister Marcel Schmidt hat in Stollberg viel erreicht. Foto: Stefan Unger

Welche größeren Bauvorhaben laufen derzeit in Stollberg?
Unsere größte Baustelle ist das Schloß Hoheneck. Des weiteren wird in den nächsten Tagen in der Innenstadt ALDI eröffnet. Dort wird nach der Eröffnung in der Nachbarschaft weiter gebaut. Weiterhin sind einige Hochwasser Schutzmaßnahmen im Laufen. Die Grundschule wird erweitert und soll im August bereits übergeben werden.
Wann beginnen die Arbeiten für den Neubau des Zuganschlusses ans Gewerbegebiet?
Hier soll es 2018/2019 gebaut werden. Thema Gewerbegebiet: Hier will ein neues, größeres Unternehmen zu uns kommen. Wir liegen derzeit noch in den Verhandlungen. Drei Hektar wollen wir dem Unternehmen zur Verfügung stellen.
Ist das Gewerbegebiet voll?
Ja. Wir wollen aber noch zwei Erweiterungsflächen hinter der Autobahn an der Abfahrt West über 14 Hektar erschließen. Und hinter der IAV ist eine weitere Fläche von 60 Hektar langfristig und stufenweise geplant.
Der Bau von IAV ist wohl abgeschlossen?
Nein. Es soll noch ein weiterer Bau auf deren Grundstück kommen. Derzeit sind etwa 500 Mitarbeiter in Lohn und Brot, es sollen perspektivisch noch einmal etwa über doppelt so viele werden. 2020 sollen einmal über tausend Beschäftigte hier arbeiten.
Im Schloss Hoheneck hat sich die Gemeinnützige GmbH Westsachsen mit Phänomenia niedergelassen und wird derzeit sehr gut von der Bevölkerung angenommen. Wie kam Stollberg zu diesem interessanten Projekt.
Wir hatten schon seit vielen Jahren vor, so etwas ähnliches in den Räumlichkeiten vom Schloß unterzubringen. Der Träger unserer Privatschulen hat vor einigen Jahren Phänomenia in Glauchau aufgebaut. Wir kamen ins Gespräch und fragten an, ob es nicht sinnvoll wäre, sie nach Stollberg zu holen. Da sie dort in einer alten Schule untergebracht waren und nicht so richtig zufrieden waren, haben sie sich mit den neuen, größeren und besseren Bedingungen bei uns echt verbessert. Das Niveau ist deutlich nach oben gegangen. Das war die erste Stufe im Umbau von Schloß Hoheneck. Nun kommt als nächstes in den Westflügel die Gedenkstätte und das Theaterpädagogische Zentrum, sprich Burratino und eine Abora-Ausstellung mit wechselndem Inhalt dazu. Das wird aber erst im Jahr 2019 so weit sein. Der Südflügel, das alte Frauengefängnis, soll so, wie es verlassen wurde, erhalten bleiben. Im Ostflügel laufen zurzeit Verhandlungen mit einem Träger, der Interesse bekundet hat. Dann wären wir so gut wie voll. Außerhalb des Areals, gleich neben dem neuen Parkplatz soll ein neues Wohngebiet entstehen. Hier stehen wir mit drei Investoren im Gespräch. Der Bedarf an Wohneigentum in Stollberg ist da. Täglich pendeln 3.500 Arbeitnehmer von außerhalb nach Stollberg, das ist eine ganz schöne Menge.
Wie geht es im alten Schlachthof voran?
Dort läuft es sehr gut. Es wurden einige Sachen zum Laufen gebracht. Wir haben z.B. einen Debattierclub ins Leben gerufen, wo alle sechs Wochen zu verschiedenen Themen eingeladen wird. Dann veranstalten Jugendliche regelmäßig Diskos, auch Tanzveranstaltungen für etwas Ältere finden statt und die schön hergerichteten Räume werden bisher gut vermietet. In den letzten Monaten hatten wir etwa 90 Veranstaltungen laufen. Der Umbau ist aber noch nicht ganz abgeschlossen. Das Untergeschoss ist fertig, während im oberen Geschoss noch bis Jahresende gewerkelt wird. Wir arbeiten an Fördermittelbescheiden und wollen auch das Außengelände und das Gebäude noch verschönern. Junge Bands, welche es einige in der Stadt gibt, wollen das alte Schlachthofgebäude nutzen und hier ihre Proben durchziehen.
Kann man ganz allgemein sagen, dass Ihre Stadt Stollberg eine lebendige, lebenswerte Stadt ist?
Ja, so ist es. Wir brauchen uns nicht mehr hinter den Städten im Altbundesgebiet zu verstecken.

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