Bund erweitert BVA-Standort in Chemnitz

Marco Wanderwitz (CDU) und Christoph Verenkotte lassen sich einen Einblick in die Arbeit der Chemnitzer BVA-Dienststelle geben. Foto: Judith Hauße

Chemnitz. „Es gibt noch Potenzial für mehr“, so beschreibt Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes (BVA) die derzeitige Situation der neuen BVA-Dienststelle in Chemnitz. Die 2015 eröffnete Außenstelle des Kölner Hauptsitzes konnte nun im Juni ihr Personal verdoppeln. Möglich macht dies der Ausbau der 4000 Quadratmeter großen Büroräume im ehemaligen Technischen Rathaus an der Annaberger Straße/Ecke Brüder-Grimm-Straße.

Dennoch gebe es, so Verenkotte, noch Luft nach oben. Denn mehr als 300 Bewerbungen gingen an das Bundesverwaltungsamt im Zuge der Ausschreibung offener Stellen in Chemnitz ein. „In Köln oder Berlin sind die Zahlen weitaus niedriger.“ Deswegen werde das Bundesamt seine Dienststellen in den alten Bundesländern nicht weiter ausbauen, wie Verenkotte erklärt. Die Gründe dafür seien vor allem auf dem Arbeits- und Wohnmarkt in den Regionen zu finden, wie der BVA-Präsident ergänzt. Hier gebe es nach wie vor große Probleme, bezahlbaren Wohnraum oder qualifiziertes Fachpersonal zu bekommen.

Anders sehe dies laut Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU) in Chemnitz aus. Für den Ostbeauftragten der Bundesregierung, der am vergangenen Donnerstag (9.07.) die neuen Räumlichkeiten des BVA besuchte, habe Chemnitz als Stadt mit den günstigsten Nettokaltmieten aller deutschen Großstädte die Nasenspitze weit vorn. Die neuen modernen Räume ziehen aber nicht nur Mitarbeiter aus dem Chemnitzer Stadtgebiet und Umland an. Einige der jetzt rund 78 Beschäftigten pendeln täglich aus den Leipziger oder Dresdner Landkreisen sowie aus Thüringen nach Chemnitz. Außerdem setzt die Behörde zunehmend auf Telearbeit, die ebenso zur Attraktivität des Standorts beitragen soll. Gut ein Viertel des Personals greift hierauf zurück, wie Standortleiter Werner-Michael Müller sagt. „Bereits vor der Corona-Pandemie zeichnete sich eine rege Inanspruchnahme ab.“

In der Chemnitzer BVA-Dienststelle werden aktuell Beihilfeanträge von Zollbeamten sowie ehemaligen Bundeswehrangehörigen bearbeitet. Christoph Verenkotte könnte sich jedoch gut vorstellen, den Aufgabenbereich am Chemnitzer Standort in der Zukunft weiterauszubauen. Marco wanderwitz würde dies freuen. Denn wie der CDU-Politiker bei seinem Besuch ankündigte, will er sich weiter dafür einsetzen, dass sich noch mehr Bundesbehörden in Ostdeutschland ansiedeln werden.

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