Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Die Linke): “Armut endlich den Kampf ansagen”

Foto: Mdb

Im Landkreis Zwickau erhielten im Jahr 2017 insgesamt 23.644 Menschen Leistungen der sozialen Mindestsicherung. Darauf machte die Bundesttagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Die Linke) am Freitag aufmerksam und beruft sich dabei auf Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen.

„Arm trotz Arbeit, Altersarmut und Verarmung von Erwerbslosen sind an der Tagesordnung, auch in der Zwickauer Region. Das muss die Bundesregierung endlich erkennen und ein umfassendes Konzept zur Armutsbekämpfung vorlegen. Dazu gehört die Rahmenbedingungen für gute Arbeit zu schaffen: unter anderem Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro die Stunde, Abschaffung systematischer Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit und die Streichung der Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung. Zudem muss die soziale Sicherung bei Erwerbslosigkeit existenzsichernd ausgestaltet werden. Hartz IV muss durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzt werden. Die gesetzliche Rente muss gestärkt und armutsfest gemacht werden“, so die  Sozialexpertin, die auch Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist.

Zum Vergleich: In Chemnitz beläuft sich die Anzahl der Empfänger von Sozialleistungen in 2017 auf 27.084, im Landkreis Mittelsachsen auf rund 21.052 Menschen und im Erzgebirgskreis wurden insgesamt 20.348 Menschen registriert.

 

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