Carsharing – Im E-Mobil durchs Erzgebirge

Diesen schicken Renault Zoe kann man in Rahmen des e-Carsharing-Projekts fahren. Foto: Bianca Eichhorn

Man kennt es aus den großen Städten wie Hamburg, Berlin oder Stuttgart – Carsharing – zu Deutsch „Autoteilen“. Man besitzt man das Auto nicht selbst, sondern teilt es sich mit Anderen. Der Fahrzeughalter ist in der Regel ein Carsharing-Anbieter. Kunden, natürlich mit gültiger Fahrerlaubnis, schließen mit dem Anbieter bei der Anmeldung einen Rahmenvertrag. Danach können sie alle Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr selbständig buchen. Mehr als zwei Millionen Menschen in 677 Städten und Gemeinden in Deutschland nutzten in diesem Jahr bereits Carsharing. Das sind 80 Orte mehr als im Vorjahr. Dabei ist der Elektro-Anteil in den Carsharing-Flotten mit 10 Prozent rund 100-mal höher als im nationalen Pkw-Bestand.

Mut und Zukunftssinn für diese Innovation beweist die Stadt Stollberg. Hier werden in Zusammenarbeit mit der E-Wald GmbH aus Bayern zwei Fahrzeuge im e-Carsharing angeboten. Die Stadt gehört damit zu den ersten Orten im Erzgebirge, welche kostengünstige und umweltfreundliche Mobilität für ihre Bürger anbietet.

Zwei Fahrzeuge für das Carsharing – Projekt

Stollberg startete gemeinsam mit der Erzgebirgssparkasse, der VWS Verbundwerke Südwestsachsen, der Wohnungsbaugenossenschaft Wismut eG, der Gesellschaft für Wohnungsbau mbH Stollberg und der E-Wald GmbH aus Bayern ein eCarsharing-Projekt. Zum einen soll die Elektromobilität gefördert und zum anderen die Mobilitätsangebote für Bürger und Gäste der Stadt verbessert werden. Die E-Mobile fahren kostengünstig, ohne Schadstoffausstoß und leise – ein nachhaltiger Service für Bürger, Firmen und Touristen und wer nur hin und wieder ein Auto braucht, für den ist eCarsharing günstiger als ein eigenes Auto.

Vorerst gibt es zwei Fahrzeuge in Stollberg. Die Renault Zoe stehen fahrbereit, gewartet, gereinigt und versichert am Bürgerbegegnungszentrum „das dürer“ in der Albrecht-Dürer-Straße 85 und am Hauptmarkt 1 in Stollberg auf reservierten Parkplätzen mit eigens dafür eingerichteten Ladestationen. Eine Kurzbeschreibung sowie ein Handbuch befinden sich in jedem der beiden Fahrzeuge.

Der Zoe – meistgekauftestes E-Modell in Deutschland

Renault verkauft in Deutschland die meisten Elektrofahrzeugen. Die Zulassungen stiegen im vergangenen Jahr um 31 Prozent auf 5058 Pkw. Bereits seit 2013 gibt es den Zoe. Das Kompaktmodell im Format des Renault Clio wurde von Anfang an ausschließlich für den reinen Elektroantrieb konzipiert und hat eine Reichweite vom mindestens 150 Kilometern (Händlerangabe 300 Kilometer). Es ist inzwischen Deutschlands meistverkauftes Elektromodell.

So nutzen Sie das Angebot

Um das Angebot nutzen zu können, muss man sich einmalig für eine Gebühr von sechs Euro auf der Buchungsplattform www.e-wald.eu registrieren lassen. Die persönliche eCarsharing-Karte, mit der das Fahrzeug geöffnet werden kann, erhält man anschließend bei Bianca Eichhorn in der Stadtverwaltung Stollberg, Mail: , Telefon 037296 440416 im Carl-von-Bach-Haus, Herrenstraße 5. Die Karte wird dann für den im Internet unter www.e-wald.eu oder über eine spezielle App gebuchten Zeitraum freigeschalten. Zahlen muss der Nutzer nur den individuell gebuchten Zeitraum. Carsharing in Stollberg kostet pro Stunde 6,99 Euro, pro Tag 45 Euro und für eine Woche 215 Euro. Weitere Kosten entstehen nicht, weder für Versicherung, Service oder Reifen. Sogar das Laden an den Ladesäulen in Stollberg ist kostenlos.

Noch gibt es nur wenige Wartezeiten. Bianca Eichhorn ist sich aber sicher, wenn sich das Angebot erst einmal herumgesprochen hat, wird die Auslastung der Fahrzeuge steigen. Dann ist es sicherer zu planen und das Fahrzeug für einen bestimmten Termin möglichst zeitig zu buchen. hb

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