„Chemnitz braucht sich nicht zu verstecken“

Hartmut Ebbing (Mitte, FDP) und Frank Müller-Rosentritt (r.a., FDP) beim Besuch der Kunstgalerie e.artis von Konstanze Wolter (l.a.).
Fotos (2): Judith Hauße

Chemnitz. Oft wurde der Stadt Chemnitz in der Vergangenheit das Synonym für rechte Gewalt und Hetze angeheftet. Doch gerade deswegen müsse die Stadt nun noch offensiver diesem Image entgegentreten, vor allem im Rahmen des derzeitigen Bewerbungsverfahrens zur Kulturhauptstadt, wie der Bundestagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecher der FDP im Deutschen Bundestag Hartmut Ebbing bei seinem Besuch in der Stadt erklärte.

Zwar sei er das erste Mal da gewesen, doch eins stand für ihn am Ende des Tages fest: „Chemnitz braucht sich nicht zu verstecken.“ Er habe schließlich die Stadt am Donnerstag vor der Wahl auf eine ganz andere Art und Weise, kennengelernt – auf Einladung des Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Frank Müller-Rosentritt (FDP). „Es ist wichtig, die Stadt, und ihre Kultur weiter nach außen zu tragen – über Stadt- und Landesgrenzen hinaus“, betont Müller-Rosentritt.

So führten vieler der geplanten Stationen u.a. an verschiedene interessante Orte der Chemnitzer Kunstszene. Vom Besuch der Theater Chemnitz mit Blick hinter die Kulissen der Oper mit dem Generalintendant Dr. Christoph Dittrich, Verwaltungsdirektor Hergen Gräper sowie Betriebsdirektor Patrick Wurzel über ein gemeinsames Mittagessen mit dem Chemnitzer Künstler Michael Goller und der Galeristin und Kunsthändlerin Konstanze Wolter in der Pizzeria Adria sowie anschließenden Atelierbesuchen Michael Gollers und Jean Schmiedels mit Kai-Uwe Günther bishin zu einer Führung durch die Kunstgalerie eArtis und dem gemeinsamen Abendessen mit Dr. Frédéric Bußmann, Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz im SCHALOM-Restaurant von Uwe Dziuballa.

Chemnitz – eine Kulturhauptstadt? Für Hartmut Ebbing durchaus eine Möglichkeit, wie er zum Abschluss seiner Tour durch Chemnitz deutlich macht: „Gerade aufgrund der gesellschaftlichen Spannungen in der Stadt schätze ich die Chancen für Chemnitz als Kulturhauptstadt nicht schlecht ein.“ Vor allem das künstlerische Leben in der Stadt sei für ihn besonders ein Teil dessen, was Chemnitz kulturell auszeichnet.

Denn wie Ebbing ergänzt: „Kultur ist nicht das Gefühl von Recht haben sondern das Verständnis von Weltoffenheit, Vielfalt und einem respektvollen Miteinander.“ Genau dies müsse die Stadt nun aber der Welt noch stärker zeigen. Die Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ biete daher eine sehr gute Gelegenheit dazu, gemeinschaftlich zu zeigen: „Chemnitz ist anders.“

Michael Goller gab Einblicke in sein Kunstatelier in Chemnitz.

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