Chemnitz lobt Architekturpreis aus

Das Neue Technische Rathaus würde die Kriterien für den Wettbewerb erfüllen – ob es allerdings preiswürdig ist oder überhaupt für den Wettbewerb vorgeschlagen wird, bleibt abzuwarten. Foto: Cindy Haase/Archiv

Chemnitz. Die Stadt Chemnitz hat erstmals einen Architekturpreis ausgelobt. Ab heute und noch bis zum 31. August können sich sowohl private als auch öffentliche Bauherren und Architekten/Entwurfsverfasser bewerben. Die Bauwerke im Stadtgebiet müssen jetzt aber bereits fertig gestellt sein und dürfen auch nicht älter als fünf Jahre sein. Möglich sind allerdings Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an vorher schon bestehenden Gebäuden.

Einen Architekturpreis – braucht man so etwas überhaupt? “Wir denken, ja”, sagt Baubürgermeister Michael Stötzer. “Es geht nicht nur darum viel zu bauen, sondern auch um Qualität”, ergänzt er. Um qualitatives Bauen zu fördern, sei dieser Wettbewerb genau richtig. Das sieht auch Rainer Enke von der Architektenkammer Sachsen so: “Wir bauen viel und sicher ist nicht immer jeder mit allem einverstanden. Schließlich hat jeder seinen Lieblingsplatz in der Stadt. Genau das zu würdigen, soll Ziel des Preises sein”, sagt er.

Der Architekturpreis soll nun alle drei Jahre vergeben werden und ist nicht mit einer Siegerprämie dotiert. “Das ist eine ideelle Würdigung”, sagt Stötzer. Die von einer Jury aus sieben Preisrichtern – der unter anderem Prof. Hilde Léon (léonwohlhage architekten, Berlin), Amandus Samsøe Sattler (Allmann Sattler Wappner Architekten, München) und Prof. Dr. Christian von Borczyskowski (Henry van de Velde Gesellschaft Sachsen) angehören werden – ausgewählten maximal drei Hauptpreise erhalten eine Urkunde und ein am Gebäude angebrachtes Schild.

Die Idee für den Preis ist nicht ganz neu. Trotzdem hat es einige Jahre bis zur Realisierung gebraucht. Die Gründe dafür nennt Baubürgermeister Stötzer: “Auch wenn der Preis an sich nicht mit einem Preisgeld dotiert ist, kostet die Umsetzung des Wettbewerbes trotzdem Geld, was wir in der Vergangenheit eher für andere Vorhaben ausgegeben haben. Vor einigen Jahren wurde außerdem auch noch nicht so viel gebaut.”

Die Stadt Chemnitz selbst kann sich ebenso als öffentlicher Bauherr am Wettbewerb beteiligen. Ob bzw. mit welchen Objekten man das tun werde, ließ Stötzer heute noch offen.

Zum Wettbewerb

Die Bewerbung ist noch bis Ende August 2018 möglich. Die feierliche Preisverleihung findet am 8. November 2018 in Chemnitz statt. Alle Unterlagen gibt es unter www.architekturpreis-chemnitz.de

 

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