Chemnitz überschreitet Corona-Warnwert

Die Zahlen der Corona-Infektionen steigen in Chemnitz. Fotomontage: Archiv/pexels.com

Chemnitz ist Risikogebiet: Nach dem die Chemnitzer Museumsnacht am Wochenende aufgrund erhöhter Corona-Infektionszahlen abgesagt werden musste, folgten am Montag weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen: Wie der Leiter des Gesundheitsamtes in Chemnitz, Dr. Harald Uerlings am Vormittag mitteilte, sei die Entwicklung der steigenden Corona-Fallzahlen in der Stadt Chemnitz  „besorgniserregend“.

In den vergangenen sieben Tagen sind 134 neue positive Fälle aufgetreten. Neben zwei betroffenen Pflegeheimen breite sich das Infektionsgeschehen im gesamten Stadtgebiet aus, so Uerlings. Damit ist der Grenzwert am Montagnachmittag von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 56, 19 mehr noch am Wochenende deutlich überschritten.

Bei den heutigen Fällen sind insgesamt vier Pflegeheime sowie vier Schulen betroffen. Das Gesundheitsamt hat für Kontaktpersonen Quarantänebescheide ausgestellt und weitere Testungen und Nachverfolgungen veranlasst.

Aus diesem Grund kündigte Bürgermeister Miko Runkel am Montag eine neue Allgemeinverfügung an, die weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorsieht. So sind Ansammlungen und Veranstaltungen im öffentlichen Raum verboten, Feiern dürfen privat oder in Gaststätten nur noch maximal mit zehn Personen erfolgen. Sportveranstaltungen dürfen nur noch ohne Besucher stattfinden. Auch wird es nun für Schank- und Gaststätten von 22 Uhr an eine Sperrstunde geben. Die neue Allgemeinverfügung gilt ab Mittwoch. Runkel betonte, man wolle so einen erneuten Lockdown verhindern.“

Zudem sollen in Bussen und Bahnen verstärkt wieder Kontrollen durchgeführt werden. Rathaus-Sprecher Matthias Nowak sagte am Montag, die neuen Maßnahmen seien ein „Warnschuss, die Lage ist ernst, das Klinikum ist ausgelastet, nimmt betroffene Patienten aus den umliegenden Kliniken der Region auf.“

All diese Maßnahmen sind notwendig, um so schnell wie möglich das Infektionsgeschehen eindämmen zu können, so Runkel. Gleichzeitig kündigt er verschärfte Kontrollen im ÖPNV, in Gaststätten und Betrieben an, um das Einhalten der Pflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie der allgemeinen Hygienebestimmungen zu überprüfen.

Für den geplanten Weihnachtsmarkt kündigt Runkel gemäß der neuen geplanten Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung für diese Woche eine Absage an.

 

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