Chemnitz wird „Kulturhauptstadt Europas 2025“

Projektleiter Ferenc Csák und Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch gemeinsam mit dem Bewerbungsteam von Chemnitz2025.Foto: Judith Hauße

Schallender Jubel, strahlende Gesichter und die blau-goldenen Europafähnchen wedeln hin und her: die Entscheidung ist getroffen, Chemnitz trägt den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“.

Für alle Beteiligten ein schier historischer Mittwoch. Punkt 13: … spricht die europäische Jury die alles entscheidenden Worte, auf die Chemnitz seit vier Jahren wartet. Erleichterung, Euphorie und Stolz macht sich breit, sowohl im Foyer der Stadthalle als auch vor den Bildschirmen zuhause bei zahlreichen Chemnitzerinnen und Chemnitzern, die das Geschehen live über den Livestream der Kulturstiftung der Länder mitverfolgt haben.

Hinter der Stadt und allen voran hinter dem gesamten Team von Chemnitz2025 liegen sowohl anstrengende als auch unvergessliche Momente. Der Bewerbungsprozess um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ war für sie alle ein einmaliges Erlebnis. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ließ es sich am Mittwoch nicht nehmen und verfolgte den Livestream gemeinsam mit dem Bewerberteam in der Stadthalle.

Hinter der Stadt und allen voran hinter dem gesamten Team von Chemnitz2025 liegen sowohl anstrengende als auch unvergessliche Momente. Der Bewerbungsprozess um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“ war für sie alle ein einmaliges Erlebnis. Seinen Plan B brauche Projektleiter Ferenc Csák, wie er am Mittwoch zur Pressekonferenz sagte, nun nicht mehr auspacken. „Hinter allen fünf deutschen Kandidatenstädten liegen intensive Monate, die aufgrund der Covid-19-Pandemie auch einige ungeahnte Herausforderungen bereithielten. Ich denke, da haben alle Bewerbungsteams großartiges geleistet. Deshalb wünsche ich allen, dass sie die begonnenen Prozesse weiterführen können. Aber natürlich bin ich unglaublich froh, dass wir nun tatsächlich den Titel nach Chemnitz geholt haben und in den nächsten Jahren diesen spannenden Weg gehen können.“

Für Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig war es die letzte Arbeitswoche als Stadtoberhaupt.Ihr ist die Freude über den Titel aber sicherlich auch noch über die Amtszeit hinaus anzumerken. „Der vorletzte Arbeitstag als Oberbürgermeisterin dieser wunderbaren Stadt ist eindeutig der beste meiner 14-jährigen Amtszeit“, sagt sie und ergänzt: „Wir haben endlich gewonnen, darauf können alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer stolz sein.“

Der künftige Oberbürgermeister Sven Schulze dazu: „Das ist eine richtig gute Entscheidung, die ich als großes Geschenk für meinen Amtsantritt empfinde. Dafür bin ich sehr dankbar und freue mich auf die herausfordernden aber auch unschätzbar wertvollen Jahre, die nun vor uns liegen. Die Arbeit geht weiter.“

MdB Dr. Jürgen Martens, rechtspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion:  „Ich bin begeistert, dass es Chemnitz geschafft hat, 2025 Kulturhauptstadt zu werden. Das wird nicht nur der Stadt an sich, sondern auch der ganzen Region einen enormen Schub geben. Dadurch hat Chemnitz die große Chance, sich mit seinen vielfältigen und oft noch unentdeckten kulturellen Schätzen europaweit zu präsentieren und kann zeigen, dass es nicht ausschließlich auf Wirtschaftskraft, sondern auch auf die so genannten weichen Standortfaktoren ankommt. Darüber hinaus ist es für Chemnitz die Gelegenheit, aus der Vorurteilsecke herauszukommen und sich so zu zeigen wie die Stadt wirklich ist: weltoffen und innovativ. Das Engagement der Chemnitzer, die sich viele Monate lang für den Wettbewerb um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ eingesetzt haben, hat sich überaus gelohnt.“

Stellvertretend für Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der aufgrund der großen Corona-Liveschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerinnen und Ministern aller Bundesländer am Mittwoch verhindert war, ist Kulturministerin Barbara Klepsch zur Live-Verkündung gekommen.

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