Chemnitzer Künstler bekommt erste Ausstellung in New York

Jean Schmiedel (links) eröffnet im September die New Yorker Galerie von Georges Bergès (rechts). Fotos: Judith Hauße

Er hat etwas geschafft, wovon tausende ihr Leben lang träumen. Für Jean Schmiedel wird der “American Dream” bald Wirklichkeit. Der Chemnitzer ist zwar bereits seit vielen Jahren eine durchaus besagte Größe in der Kunstszene. Doch eine Nachricht von Georges Bergès aus New York hat nun, wie er sagt, sein ganzes Leben verändert: “Erst dachte ich, das ist bloß wieder so ein Spinner, der mir alles mögliche verspricht und mich international groß rausbringen will.” Das dem aber nicht so ist, beweist seit vergangenem Jahr eine Gruppenausstellung in Bergès Galerie mitten in New York City, in der Bergès als renommierter Kunsthändler auch Bilder Schmiedels präsentierte, die alle verkauft worden.

Jean Schmiedel in seinem Atelier auf dem Sonnenberg.

Und der New Yorker Galerist ist sich sicher: Jeder sollte ein Schmiedel bei sich an der Wand hängen haben. “Seine Bilder sind Millionen Wert”, so Bergès, der am Donnerstag mit einem ganz besonderen Ziel nach Chemnitz angereist ist. Denn im Herbst widmet er Jean Schmiedel dann eine eigene Ausstellung. Dafür wählte er sich gestern im Atelier des Künstlers 20 bis 25 Werke für die ab 5. September beginnende Einzelausstellung in New York aus. Eine wichtige Zeit, wie er betont. Schließlich eröffnen in der amerikanischen Stadt immer die wichtigsten Künstler die Herbstsaison. Für  Georges Bergès gehört der auf dem Sonnenberg lebende Künstler Jean Schmiedel einfach dazu.

So richtig glauben kann es Schmiedel noch nicht so richtig. “Dass eine einzige Nachricht mein Leben so verändert, hätte ich nie für möglich gehalten”, sagt der 55-Jährige und blickt auf eine Vergangenheit zurück, die sich, wie er sagt, auch zum Teil in seinen Bildern widerspiegele. “Es gab immer wieder Zeiten, in denen ich nicht immer mit meiner Kunst über die Runden kam.”

Auch die Liebe zum kreativen Schaffen entdeckte Schmiedel in einem für ihn düsteren Lebensabschnitt. Vor der Kunst arbeitete er als Maurer bis er aufgrund eines Motorradunfalls ein Jahr lang im Krankenhaus verbringen musste. In dieser Zeit, so Schmiedel, fertigte er seine ersten Skizzen und Figuren im Krankenhausbett an. “Diese stapelten sich mit der Zeit auf meinem Nachttisch an. Einige davon wurden sogar in einer Berliner Galerie ausgestellt.”

 

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