Chemnitzer Zentrum soll von Stadt und Freistaat gemeinsam weiterentwickelt werden

Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig schauen, wie sich die Chemnitzer Innenstadt entwickeln könnte. Der hier vorliegende Entwurf ist allerdings bereits von 2017. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz wollen die Innenstadt der drittgrößten sächsischen Stadt gemeinsam weiterentwickeln. Das wurde heute mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung noch einmal bekräftigt. Es geht dabei um das Areal, was hinter dem Marx-Monument beginnt, und bis zum Universitätsstandort Aktienspinnerei reicht.

“Zwei Eigentümer wollen gemeinsam Stadtentwicklung betreiben”, brachte es Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig am heutigen Mittwoch auf den Punkt. Die Chemnitzer Interessen sollen mit der Weiterentwicklung des Behördenstandortes in Einklang gebracht werden. Denn der Freiheit hat durchaus Bedarf an den Flächen und Büros für seine zahlreichen Mitarbeiter.

Doch die Probleme, die das riesige Gebäude hinter dem Marx-Monument mit sich bringt, liegen auch für den Ministerpräsidenten auf der Hand: “Es ist eine Blockade zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen dahinter.” Deshalb ist es das Ziel, für das landeseigene Gebäude der Brückenstraße 10 eine großzügige Durchlässigkeit herzustellen, um eine bessere sichtbare Achse in Richtung Kunstsammlung/Oper zu erreichen.

Die Weiterentwicklung des sogenannten Theaterquartiers erfolgt bis Mitte 2020 über die Erarbeitung einer städtebaulichen Rahmenplanung auf Grundlage der vom Büro AS + P erstellten städtebaulichen Studie, die dann öffentlich ausgelegt wird.

Dabei wird den Bedarfen des Freistaates und der Stadt Chemnitz durch eine Aufteilung der Flächen Rechnung getragen. Die dafür erforderlichen Leistungen der Medienverlegung werden bis Ende 2019 geplant. Weiterhin entwickelt der Freistaat ein Nutzungskonzept für die von ihm in Anspruch zu nehmenden Flächen.

Zum Universitätsstandort Aktienspinnerei besteht Einvernehmen, dass das Gelände des zentralen Omnibusbahnhofes nach einer vollständigen Verlagerung der Verkehrsgesellschaften durch den Freistaat angekauft und entwickelt werden soll. Zieltermin für den Ankauf ist das Jahr 2021.

Die Oberbürgermeisterin lobte die neue Qualität der Kommunikation mit dem Freistaat, bei dem es eine darum gehe, gemeinsame Ziele in einem angemessenen Zeitraum umzusetzen. Dieser liegt nach ihre Schätzung bei fünf bis zehn Jahren.

 

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