Corona-Krise und PETA sorgt sich um die Tauben

Jeder hat eben eigene Sorgen! Mitten in der Corona-Krise, bei der es um Menschenleben geht und die einen immensen wirtschaftlichen Schaden verursacht, haben die Aktivisten von PETA die Tauben im Blick! Foto: pixabay.com

PETA schlägt Corona-Alarm: Die Tauben sterben wie die Fliegen…

Chemnitz. Wenn man sich auf das Tierwohl konzentriert, ist diese Sorge folgerichtig. Mitten in der Corona-Krise, wo es um Menschenleben geht, ein immenser wirtschaftlicher entstehen wird, haben die Aktivisten von PETA die Tauben im Blick!

Ende März wandte sich PETA vergangene Woche an die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, das zuständige Veterinäramt sowie an den Umweltausschuss der Stadt. In ihrem Schreiben – das auch 77 weitere deutsche Städte erhielten – appellierte die Tierrechtsorganisation an die Verantwortlichen, Taubenfütterungsverbote auszusetzen und ihrem Schutzauftrag nachzukommen, indem sie zudem kommunale Fütterungen organisieren.

In der Chemnitzer Polizeiverordnung steht im Paragraf 6: Es ist verboten, wildlebende Haustauben zu füttern. Als Füttern im Sinne von Satz 1 gilt auch das Auslegen und Anbieten von Futter in sonstiger Weise. Futter für andere Tiere ist so auszulegen, dass es von verwilderten Haustauben nicht erreicht werden kann.

Die Strafen reichen von 5 bis höchstens 1000 Euro.

Damit soll, ginge es nach PETA, Schluss sein. Der Grund: Da die Straßen mittlerweise weitgehend menschenleer sind, finden die Tauben keine Nahrung mehr und drohen zu verhungern.

„Ein isoliertes Fütterungsverbot – also ein Fütterungsverbot ohne oder ohne zureichend betreute Schläge für Tauben – wie in Chemnitz bedeutet für die Tiere selbst unter normalen Bedingungen karge Mahlzeiten, die aus ungeeigneten Essensresten bestehen. In einer Ausnahmesituation wie der gegenwärtigen wird daraus innerhalb kürzester Zeit eine akute Lebensgefahr für die Tiere“, so Dr. Christian Arleth, Rechtsanwalt bei PETA. „Deutschlands Kommunen sind aufgrund des Staatsziels Tierschutz rechtlich dazu verpflichtet, die Tiere vor dem Hungertod zu bewahren, indem sie isolierte Fütterungsverbote aussetzen und kommunale Fütterungen veranlassen.“

Generell wendet sich PETA gegen die Fütterungsverbote, weil die Tauben Nachkommen domestizierter Tiere wären, ohne Menschen nicht überleben könnten. “Es wäre Wahnsinn, ehrenamtliche Tierschützer in Chemnitz in diesen Tagen auch noch für ihr Engagement zu bestrafen und den Tod zahlreicher Mitlebewesen in Kauf zu nehmen“, erklärt Arleth.

Aus der Pressestelle der Stadtverwaltung Chemnitz heißt es: “Von einer geforderten Aussetzung des Taubenfütterungsverbotes ist der Stadt Chemnitz bisher nichts bekannt!”

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